Spatenstich in Holzwickede

Kreis baut Radweg an der Landskroner Straße

Vorarbeiten wie das Roden benötigter Flächen fanden bereits im Sommer statt –­­­ jetzt geht es offiziell richtig los mit dem Radwegebau entlang der Römerstraße und der Landskroner Straße.

Kreis Unna - Vorarbeiten wie das Roden benötigter Flächen fanden bereits im Sommer statt –­­­ jetzt geht es offiziell richtig los mit dem Radwegebau entlang der Römerstraße und der Landskroner Straße (K 10) südlich der Holzwickeder Innenstadt. Erst begrüßte Landrat Mario Löhr gemeinsam mit Baudezernent Ludwig Holzbeck und der Holzwickeder Bürgermeisterin Ulrike Drossel die Gäste, dann machten sie zusammen mit zahlreichen weiteren Beteiligten mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Weg frei für den Bau des rund 1.200 Meter langen und 2,50 Meter breiten Radweges. „Mobilität spielt im Kreis Unna eine große Rolle, und dabei ist das Fahrradfahren ein wichtiger Bestandteil“, unterstrich Landrat Löhr. „Mit dem neuen Radweg starten wir in die Umsetzung unseres ehrgeizigen und zukunftsorientierten Radverkehrskonzeptes.“

Der Radweg beginnt an der Römerstraße ab der Nelkenstraße im Bereich der Stadtgrenze zu Dortmund und führt in östliche Richtung bis zur Einmündung Landskroner Straße. Von der Einmündung verläuft der Radweg in nördlicher Richtung parallel der Landskroner Straße bis zur Quellenstraße.

Ausgleichsmaßnahme am Sölder Holz

Früher wurde die Fläche überwiegend landwirtschaftlich genutzt. In Teilabschnitten wird der Radweg am Hixter Wald auf bewaldeten und bewachsenen Flächen geführt. „Selbstverständlich schaffen wir für die neue versiegelte Fläche einen Ausgleich“, erklärte Baudezernent Ludwig Holzbeck. „Und das geschieht genau hier vor Ort durch eine umfangreiche Aufforstung am Sölder Holz.“ Zu den technischen Details: Wenn der Boden abgetragen ist, wird zunächst eine Schottertragschicht hergestellt, die als Grundlage für eine acht Zentimeter dicke Asphalttragschicht dient. Darüber kommt eine vier Zentimeter dicke Asphaltdeckschicht. Parallel zum Radweg entsteht eine Entwässerungsmulde, die außerdem eine sichere Trennung zwischen der Fahrbahn und dem Radweg darstellt. Jeweils am Ausbauanfang und – ende sowie im Kreuzungsbereich Römerstraße / Landskroner Straße werden insgesamt vier Querungshilfen mit drei Mittelinseln angelegt.

Temporäre Straßensperrungen

Am Ausbauanfang sowie im Kreuzungsbereich Römerstraße / Landskroner Straße muss hierfür die vorhandene Fahrbahn verbreitert werden. Für diese Arbeiten sind temporäre Sperrungen nötig. Der überwiegende Teil der Baumaßnahme benötigt keine Sperrungen oder Umleitungen.

Umfangreiche Fördermittel von Land und Bund

Die reinen Baukosten betragen 665.000 Euro, die Gesamtausgaben einschließlich Grunderwerb, Planung, Baugrunduntersuchung, Ausgleich für versiegelte Flächen und Waldumwandlung belaufen sich auf 1.069.000 Euro. Aus Landesmitteln des Sonderprogrammes „Stadt und Land“ werden fünf Prozent und aus Bundesmitteln 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 828.000 Euro gefördert. NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes sagt: „Eine moderne Verkehrspolitik ist der beste Klimaschutz! Deshalb treibt die Landesregierung den Ausbau der Radinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen weiter voran. 2022 stellen wir dafür die Rekordsumme von 102 Millionen Euro bereit. Es freut mich, dass so viele Städte, Gemeinden und Kreise unsere Fördermittel abrufen. So machen wir im Schulterschluss mit den Kommunen Mobilität besser, sicherer und sauberer.“

Die Bauzeit für den Radweg soll rund ein halbes Jahr betragen.