23.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Sonderausstellung zu Graphic Novels

Sonderausstellung zu Graphic Novels

Das Heine-Institut geht dem Thema auf den Grund

Sind es Comicbücher mit erzählerischer Komplexität oder eher illustrierte Romane? Graphic Novels stellen aufgrund ihrer Vielgestaltigkeit und trotz des Fehlens einer klaren Definition ein Phänomen dar.

Düsseldorf - Die von dem amerikanischen Comic-Pionier Will Eisner erstmalig verwendete Bezeichnung "Graphic Novel" betont die außergewöhnliche Verschmelzung von Zeichenkunst und pointierter Prosa. Zahlreichen Klassikern der Weltliteratur wurde in den letzten Jahren durch das Mittel des grafischen Erzählens neues Leben eingehaucht.

In seiner neuen Sonderausstellung "Die Comic-Kunst des Erzählens. Literatur als Graphic Novel" geht das Heinrich-Heine-Institut diesem Thema vom 2. Juni bis 1. September 2019 nach. Die Schau widmet sich dabei vier Künstlerinnen und Künstlern bzw. Künstlergruppen, die durch Interpretationen bekannter literarischer Vorlagen auf sich aufmerksam gemacht haben.

So hat die Illustratorin Claudia Ahlering gemeinsam mit dem in New York lebenden Journalisten Julian Voloj die berühmte Erzählung "Die Judenbuche" der Annette von Droste-Hülshoff in einfühlsamen Bildern neu erzählt. Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel ist eine fulminante Visualisierung von Erich Maria Remarques weltbekanntem Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" gelungen. Jakob Hinrichs hat Hans Falladas persönlichstes Werk "Der Trinker" als "schnelle, rauschhafte Collage" gestaltet und Moritz Stetter die bedrückende Atmosphäre von Franz Kafkas "Das Urteil" grafisch umgesetzt.  

Die Ausstellung präsentiert zu allen vier Graphic Novels originale Zeichnungen und Malereien, Skizzen und Entwürfe sowie Probedrucke. Es werden insgesamt mehr als 80 Exponate gezeigt und darüber hinaus können sich die Besucher an Medienstationen mit weiteren Projekten der ausgestellten Künstlerinnen und Künstlern vertraut machen.

Das Rahmenprogramm zu Ausstellung:

Ausstellungseröffnung
Samstag, 1. Juni 2019, 18.00 Uhr, freier Eintritt

Lesung und Künstlergespräch mit Jakob Hinrichs und Moritz Otto
Dienstag, 11. Juni 2019, 19.00 Uhr, der Eintritt liegt bei sieben Euro (ermäßigt 5 Euro)

Kuratorenführungen durch die Ausstellung
Donnerstag, 4. Juli 2019, 18.30 Uhr, 4 Euro (2 Euro erm.)
Donnerstag, 18. Juli 2019, 18.30 Uhr, 4 Euro (2 Euro erm.)
Sonntag, 11. August 2019, 18.30 Uhr, freier Eintritt

Multimedia-Lesung zur Graphic Novel "Im Westen nichts Neues"
Sonntag, 1. September 2019, 14.00 Uhr, freier Eintritt


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