19.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Sommerferien einmal anders

Sommerferien einmal anders

U19 WM Vorbereitung

Für die jungen Nachwuchsathleten vom Crefelder Ruder-Club mit Sophie Baloghy, Marc Leske, Laurits Follert, Jacob Schulte-Bockholt und Trainerin Sabine Tschäge, ging es mit prall gefüllten Taschen auf nach Berlin.

Krefeld - Doch statt Schwimmflossen und Luftmatratze hatten sie Trainingssachen in Hülle und Fülle dabei, damit sie für die fast fünf wöchige WM Vorbereitung auch gerüstet sind. Am 3. August 2014 reist dann das 63 Köpfige DRV Team, zur Heim WM nach Hamburg/Allermöhe auf der Dove-Elbe Regattastrecke, an. Die U19 WM beginnt dann am Dienstag, den 5. August 2014 und geht bis Sonntag, den 10. August 2014.

Doch bevor es in Berlin/Grünau richtig los ging, stand erst einmal ein medizinischer Scheck an. Bei Follert, Schulte-Bockholt und Leske war alles in Ordnung, nur Sophie Baloghy klagte über grippale Symptome, so dass sie den Stufen Ausbelastungstest auf dem Ruderergometer nur Submaximal fahren durfte. Baloghy, die sich wie Leske auch zur Bildung des Achters, noch umfangreichen Tests unterziehen musste, geriet durch ihre Krankheit viel zu schnell an ihre Leistungsgrenzen. Denn direkt am Samstag ging es im Achter mit Messtechnik an Bord, erneut über 2000 Meter im Renntempo. Während Leske mit Bestwerten glänzte, hatte Baloghy große Probleme auf Grund der angeschlagenen Gesundheit.

Nach Auswertung aller Tests und der Saisonleistung, war für Bundestrainerin Brigitte Bielig und dem DRV Trainerstab schnell klar, dass Leske einen Stammplatz im Achter erhalten sollte. Seine Werte beim Ergometertest und im Messboot waren exzellent, so dass der 1,99 Meter große Modellathlet wieder auf seiner angestammten Position, Platz sechs im Achter, platz nehmen konnte. Letztes Jahr konnte Leske an gleicher Position U19 Weltmeister werden. Baloghy hingegen, kam in der Auswertung, auf Grund ihrer nicht zufrieden stellenden Ergebnisse, die zum großen Teil dem grippalen Infekt geschuldet sind, auf die Ersatzposition. Inzwischen aber wieder gesundet, hilft sie nun beinahe täglich im Achter und Vierer aus, da es hier immer wieder gesundheitliche Ausfälle gibt. Ihre Aufgabe übernimmt sie so gut, das bis zur WM noch zu hoffen gilt, vielleicht doch noch einen Stammplatz zu ergattern.

Für Follert und Schulte-Bockholt hatten die Test zwar nur eine untergeordnete Rolle, da sie nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft direkt als Zweier ohne mit ihrer Trainerin Sabine Tschäge nominiert wurden. Follert ließ es sich aber nicht nehmen und zeigte auf dem Ruderergometer wieder einmal mehr, dass er nach wie vor in diesem Jahr der stärkste U19 Ruderer im DRV ist.

Inzwischen schwitzen die Ruderer bei über 30 Grad und bis zu vier Trainingseinheiten am Tag in Berlin. Tägliche Rudereinheiten werden durch Kraft und Gymnastikeinheiten komplettiert. Ein harter Job ist auch die Trinkwasserzufuhr, da pro Einheit bis zur drei Liter ausgeschwitzt werden, gilt es 7 – 10 Liter am Tag zu trinken, damit es keine Leistungseinbußen gibt.

Gestern standen die ersten Streckenbelastungen an und der Juniorzweier mit Schulte-Bockholt und Follert hat sich dabei, ebenso wie Leske und Balogy, die im Vierer ohne aushelfen musste gut angestellt.

Die nächsten Tage stehen weitere Streckenbelastungen an und die Gesamtsumme der Trainingseinheiten nimmt langsam ab, damit die Erholung bis zur WM greifen kann und dann vier top trainierte und motivierte CRC Sportler an den Start gehen. "Eine Heim WM ist schon was besonderes, 2001 habe ich in Duisburg den Vierer mit Steuermann mit Jochen Urban vom CRC an Bord, beim WM Titel betreut, jetzt erneut vor heimischer Kulisse zu rudern wird bestimmt toll. Ich hoffe dass auch viele Schlachtenbummler aus Krefeld dabei sein werden“, so Tschäge, die sich auf die WM freut und hofft, dass ihre Schützlinge diese WM genau so positiv erleben, wie 2001 in Duisburg.


Tags:
  • Crefelder Ruder-Club
  • Krefeld
  • Rudern
  • Weltmeisterschaft

Copyright 2018 © Xity Online GmbH