26.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Solarpotenzialkataster für die Stadt Krefeld

Solarpotenzialkataster für die Stadt Krefeld

Neuer Internet-Service für Hauseigentümer

Krefeld bietet einen neuen, kostenfreien Service für Hauseigentümer an: In Kooperation mit der Volksbank Krefeld und mit Unterstützung der Stadtwerke hat die Stadt ein Solarpotenzialkataster von der Firma tetraeder..solar aus Dortmund erstellen lassen.

Krefeld - Dabei handelt es sich um eine interaktive Internetkarte, welche Standorte anzeigt, die sich für Photovoltaikanlagen eignen. Daneben lassen sich Angaben zu der empfohlenen Technik einer Solaranlage abrufen, zur Wirtschaftlichkeit oder der geschätzten Kohlendioxid-Einsparung. "Wir haben die Daten zur Verfügung gestellt, die Volksbank und die SWK haben Geld in die Hand genommen, um das Projekt zu ermöglichen“, so Wolfgang Kritzler, Fachbereichsleiter Vermessungs- und Katasterwesen.

"Das Solarpotenzialkataster hat eine Anstoßwirkung“, sagt Stephan Wilforth, Geschäftsführer der tetraeder.solar. In Kommunen mit einem solchen Service sei der Ausbau von Solaranlagen zwischen sechs und acht Prozent gestiegen. Denn mittels der Internetkarte können sich Hauseigentümer nun direkt und unkompliziert darüber informieren, ob ihr Gebäude für eine Eigenbedarf-Solaranlage genutzt werden kann. Dies geschieht mit Hilfe einer Ampelkennzeichnung: Grün bedeutet eine wahrscheinlich gute Eignung, rot markierte Dächer sind potenziell ungeeignet. "In Krefeld sind etwa 50 Prozent der Gebäude und Nebengebäude geeignet“, stellt Wilforth fest. Von den rund 122 000 Häusern seien demnach 20 Prozent (über 23 000 Gebäude) gut geeignet, ein weiteres Viertel (fast 30 000 Häuser) als geeignet, andere als bedingt geeignet klassifiziert.

Auf der Internetkarte können Eigentümer ihr Gebäude direkt auswählen, um sich unter anderem eine Musterkalkulation anzeigen zu lassen, die Ausrichtung der Solarmodule auszuprobieren, die Wirtschaftlichkeit und Finanzierung zu berechnen. Die Volksbank Krefeld bietet hier die Möglichkeit an, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau günstige Finanzierungen zu erhalten. Auf der Internetseite werden wesentliche Fragen beantwortet über den notwendigen Zustand des Dachs, dazu stehen Tipps zur Planung wie "Beachtung des Denkmalschutzes“ bereit. Die Informationen dienen alle einer ersten Einschätzung für den Bau einer Solaranlage. Sie wurden modellhaft ermittelt und können die kompetente Beratung durch Energieberater, wie beispielweise von der SWK oder qualifizierten Handwerksfirmen nicht ersetzen.

Die für die Internetkarte verwendeten Laserscandaten stammen aus 2010 und 2011, die Gebäude aus dem Liegenschaftskataster haben den Bearbeitungsstand 2013. "Fehlerquellen“ gibt es für einzelne, kleinteilige Bereiche, die zum Beispiel in der Karte durch einen Baum zu schattig waren, nach dessen Fällung inzwischen aber eine andere Klassifizierung erlangt haben. Gleiches gilt für Neubauten sowie Abbrüche und deren Auswirkung auf das Umfeld. In solchen Fällen wird auf die Beratung durch entsprechende Firmen verwiesen.

Die neue Internetkarte des Solarpotenzialkatasters steht unter www.krefeld.de in der Rubik "Wohnen und Wirtschaft“ unter dem Stichwort "Rund ums Bauen“ sowie als Link auf der Homepage in der Rubrik "Interessantes“. Weitere Informationen gibt es auch unter www.swk.de.


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