Sofron sicherte den Sieg für die Krefeld Pinguine

Verlängerung gegen Düsseldorf endete mit 3:2

Nach der durchaus unglücklichen Freitags-Niederlage stand für die Pinguine am Sonntag, 19. Oktober 2014 Rehabilitation auf dem Programm.

Krefeld - Denn im ersten großen Derby der Saison wollte man natürlich nicht nur die Punkte holen, um den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht abreißen zu lassen, man wollte selbstverständlich auch die wiedererstarkte DEG hinter sich halten. Dabei musste man in erster Linie Ex-Pinguin Lukas Lang im Tor der Gäste bezwingen. Dieser nämlich hütete nach den Verletzungen von Goepfert und Beskorowany am heutigen Tag das Gehäuse der Landeshauptstädter. Bei den Pinguinen stand ihm einmal mehr Tomás Duba gegenüber.

Auf Seiten der Schwarz-Gelben hatte sich die personelle Situation weiter entspannt, denn nach Josh Meyers konnte nun auch Frank Méthot sein Comeback geben. Vor 7.077 Zuschauern im KönigPALST nahm dieser aber nach langer Pause zunächst die Rolle als 13. Stürmer ein. Dafür allerdings hatte sich am Freitag Robin Weihager in den Krankenstand verabschiedet und gesellte sich dabei zu Beechey, Orendorz und Mebus.

Die Partie begann von beiden Seiten engagiert und in der 4. Minute mussten die Pinguine die erste Strafe des Spiels, es traf Driendl, hinnehmen. Zunächst lief das Unterzahlspiel hervorragend, doch dann brachte Ebner die Scheibe einfach mal in Richtung Tor. Martinsen hielt in den eigentlich ungefährlichen Schuss die Kelle und fälschte unhaltbar zum 0:1 ab. Die Pinguinen antworteten mit wütenden Angriffen. Erst verpasste in der 8. Driendl nach tollem Solo von Hauner knapp, doch nur Sekunden später war es Meyers, der aufrückte und aus kurzer Distanz mit einem ersten Saisontreffer einschoss.

Jetzt waren die Hausherren im Spiel und nur eine gute Minute später war es Perrault, der nach Vorlage von Méthot aus der Halbdistanz die Scheibe an den Pfosten nagelte. Zwar bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis, das Spielgerät aber hatte die Linie nicht überschritten. Gut 10 Minuten waren absolviert, da leistete sich Preibisch einen heftigen Stockschlag gegen Driendl und wurde mit der zweiten Strafe des Spiels bedacht.

Die Hausherren setzten sich schön im Drittel fest und hatten bei Schüssen von Courchaine, Vasiljevs und Driendl gute Chancen, doch letztlich verpassten alle drei. Die nächste Topchance hatte in der 15. Minute Schymainski, der nach toller Kombination eine Courchaine-Hereingabe knapp verpasste. Sekunden später zog der Kanadier selbst ab und die Scheibe prallte Lang an die Maske. In der 18. Minute sprang auf der Gegenseite eine abgefälschte Scheibe unglücklich zu Collins, der sofort abzog und Duba zu einer Glanzparade zwang. Eine weitere Minute darauf gingen Courchaine und Pietta in einem 2-auf-1-Konter aufs DEG-Tor zu. Erstgenannter zog ansatzlos ab, doch Lang war gerade genug mit der Schulter zur Stelle, um das Hartgummi an die Oberkante der Latte zu lenken. So ging es mit einem insgesamt leistungsgerechten 1:1 in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt sah zunächst eine intensive Partie, in der beide Teams defensiv gut standen. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe erst Long aus spitzem Winkel und dann Perrault von der blauen Linie die ersten klareren Chancen hatten. Lang war aber jeweils zur Stelle.Eine Minute später kam Schymainski am kurzen Eck an eine tolle Hereingabe von Pietta von hinter dem Tor. Doch sein Schläger verfing sich leicht im Schlittschuh eines Gegners, so dass er den Puck nicht ganz aufs Tor brachte, so dass Lang klären konnte. In der 32. musste man die zweite Unterzahl der Partie hinnehmen. Hanusch bekam in einer unübersichtlichen Situation zwei Minuten wegen Stockchecks. Bis auf einen Schuss von Daschner Sekunden vor Ablauf der Strafe aber gab es keine kritische Situation zu überstehen. 91 Sekunden vor der zweiten Drittelpause mussten die Pinguine die dritte Strafe des Spiels hinnehmen. Es traf Vasiljevs. Die Pinguine aber hielten sich erneut schadlos und gingen mit 29 Sekunden Unterzahl und 1:1 in die zweite Pause.

Der letzte Abschnitt begann ähnlich wie der zweite. Doch in der 45. Minute hatten zunächst die Pinguine die Chance, doch Vasiljevs versuchte den Querpass,anstatt abzuziehen. Im Gegenzug sah plötzlich Kreutzer Collins in der Mitte und der schob die Scheibe zum 1:2 in die Maschen. Die Pinguine antworteten durch einen Schlagschuss von Schymainski, den Lang mit letzter Not parieren konnte. Nach einem tollen Antritt von Supis in der 49. stand Long frei vor dem Tor, kam aber nicht richtig an die Scheibe und löffelte sie so am Ziel vorbei. Die Fans reagierten jetzt und halfen dem Team. Mit Standing Ovations wurde die Mannschaft nach vorn gepeitscht und konnte nach Strafe Düsseldorf (Olimb) in Überzahl agieren. Doch nach nur 5 Überzahlsekunden und einem schönen Fischer-Schuss musste der nachsetzende Pietta ebenfalls auf die Strafbank.

In der 50. Minute setzte sich bei 4 gegen 4 Courchaine wunderbar durch, wurde von Davies gehakt, brachte den Puck aber dennoch aufs Tor. Dieser landete auch in den Maschen, die Schiedsrichter aber entschieden nach Videostudium, dass das Tor bereits verschoben war. So gab es eine Strafe für die Gäste und ein 4 gegen 3-Powerplay, bei dem man die Landeshauptstädter komplett einschnürte und viele Schüsse aufs Tor brachte, die aber nicht ins Ziel fanden. In der 54. aber bekam man die nächste Chance, als Martinsen wegen Bandenchecks gegen Driendl vom Eis musste.

Die Strafe lief gerade 17 Sekunden, da blieb Long blutend liegen und Strodl bekam eine 5+Spieldauer-Strafe wegen hohen Stocks. Die Pinguine ließen die Scheibe schnell laufen und kamen zu Chancen, doch Lang hielt was zu halten war. Als man nach einer Minute 5 gegen 3 nicht zum Erfolg gekommen war nahm Rick Adduono siene Auszeit – und das sollte sich lohnen, denn nach einem Versuch von Courchaine nahm Perrault den Abpraller auf und drückte ihn aus kurzer Distanz über die Linie. Zwei Minuten vor dem Ende plötzlich das Unterzahl-Break der DEG und Ficenec stand komplett frei vor Duba, doch der Tscheche parierte überragend! So blieb es nach 60 Minuten beim 2:2.

Die fällige Verlängerung sah zunächst offensivere Gäste, die einige Schussgelegenheiten hatten. Doch in der 62. kamen erst Perrault, dann Sofron zum Schuss, verzogen aber beide haarscharf. Dann spitzelte Vasiljevs den Abpraller eines Meyers-Schlagschusses knapp vorbei und scheiterte Sekunden darauf an Lang. Und so war es in der 64. Sofron, der für die Entscheidung sorgte. Mit aller Energie ging er einer Tief gespielten Scheibe nach, gewann den Zweikampf, zog allein vor das Tor und lupfte gegen zwei Verteidiger das Hartgummi über Lang hinweg in die Maschen! Eine super Aktion des Ungarn!

So feierte man letztlich einen weiteren Sieg gegen den Lieblingsgegner und kann so weiter nach Oben schauen. Weiter geht es für die Pinguine mit einem Heimspiel am Freitag, 24. Oktober 2014, um 19:30 Uhr gegen Serienmeister Berlin.


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