Söder räumt schwierige Lage der Union im Wahlkampf ein

Blume: CDU und CSU müssen Potenzial besser ausschöpfen

CSU-Chef Markus Söder hat gut fünf Wochen vor der Bundestagswahl eine schwierige Lage für die Unionsparteien eingeräumt.

CSU-Chef Markus Söder hat gut fünf Wochen vor der Bundestagswahl eine schwierige Lage für die Unionsparteien eingeräumt. "Es besteht die realistische Möglichkeit, ohne die Union zu regieren", warnte Söder nach einer Präsidiumssitzung seiner Partei in München. Alle müssten in CDU und CSU jetzt "an einem Strang ziehen".

"Wir sind dazu bereit", betonte Söder. Ihm waren in der Vergangenheit wiederholt distanzierende Äußerungen über CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet vorgehalten worden. In Bayern sei "ausführlich Laschet plakatiert" worden, sagte dazu Söder. "Wir lassen uns da nichts nachsagen".

Mit Blick auf die schlechten Umfragewerte der Union, die in jüngsten Befragungen nur noch bei 22 bis 23 Prozent lag, sagte Söder, CDU und CSU stünden in einer der schwersten Herausforderungen ihrer Geschichte, es sei "die schwerste seit 1998". Es müsse jetzt darum gehen, Unterschiede zu anderen Parteien stärker herauszustellen.1998 hatte Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) die Wahl gegen SPD-Herausforderer Gerhard Schröder (SPD) verloren.

Die Umfragewerte zeigten, dass "wir als Union da noch deutlich Potenzial nach oben haben", sagte auch CSU-Generalsekretär Markus Blume. Die CSU wolle dazu beitragen, dieses Potenzial besser auszuschöpfen. Dazu sei wichtig, "dass wir jetzt Gas geben", hob er hervor. Aus der CSU hatte es immer wieder Vorwürfe gegen Laschet gegeben, im Wahlkampf zu passiv zu sein.

© 2021 AFP