19.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> So sind Fahrradfahrer sicher unterwegs

So sind Fahrradfahrer sicher unterwegs

Regeln für ein unbeschwertes Fahrvergnügen

Ob zum Einkaufen, zur Arbeit oder zum Wochenendausflug: Spätestens wenn die Temperaturen wieder steigen, ersetzt das Fahrrad für viele das Auto. Dabei ist das Radeln nicht ganz ungefährlich: 2013 kamen bei 71.532 Fahrradunfällen Menschen zu Schaden.

Saarbrücken - Rund zehn Prozent aller Wege legen die Deutschen mit dem Fahrrad zurück. Vor allem für Einkäufe und Erledigungen (62 Prozent) oder Ausflüge (59 Prozent) treten Radfahrer kräftig in die Pedale. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) schwingt sich auch für den Weg zur Arbeits- oder Ausbildungsstätte auf den Sattel.
Gibt es einen gekennzeichneten Radweg, müssen Radler diesen auch benutzen. Ansonsten teilen sie sich mit den Autofahrern die Fahrbahn. Viele empfinden das als einen lästigen Unsicherheitsfaktor: Wie eine forsa-Umfrage ergab, fühlen sich 49 Prozent der Radfahrer im Straßenverkehr am meisten durch fehlende Infrastruktur gestört. Kinder dagegen fahren bis zum 8. Lebensjahr mit dem Rad auf dem Gehweg richtig und können bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres zwischen Gehweg und Fahrbahn wählen. Auch Erwachsene sollten über Sonderregeln Bescheid wissen: Das Zusatzzeichen "Radfahrer frei" erlaubt, den Gehweg zu nutzen oder in einer Einbahnstraße in Gegenrichtung zu fahren. Übrigens: Nutzen Radfahrer beispielsweise Fußgängerüberwege oder -ampeln mit fehlendem Radstreifen, ohne zuvor abzusteigen, trifft sie bei einem Zusammenstoß mit einem Kfz möglicherweise eine Mithaftung.
Auch auf dem Sattel können Verstöße gegen die StVO Geldstrafen und Punkte in Flensburg nach sich ziehen. Teuer zu stehen kommt beispielsweise das Missachten roter Ampeln - abhängig von der Länge der Rotphase zwischen 45 und 100 Euro. Spitzenreiter im Bußgeldkatalog und kein Kavaliersdelikt: Alkohol "am Lenker". Schlimmstenfalls kann der Führerschein entzogen werden und man riskiert seinen Versicherungsschutz in der Unfallversicherung.
Das Tragen des Fahrradhelms ist in Deutschland noch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Obwohl Fahrradhelmhersteller inzwischen unauffällige und leichte Modelle mit hohem Tragekomfort anbieten, ist mehr als die Hälfte der deutschen Radfahrer (51 Prozent) heute noch helmlos unterwegs. Nur 15 Prozent fahren immer mit Helm.

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