Sicherheitskontrolle an Straßen, Wegen und Plätzen

165 Bäume müssen gefällt werden

Soeben ist die jährliche Baumkontrolle von speziell geschulten Mitarbeitern des städtischen Garten-, Friedhofs- und Forstamtes abgeschlossen worden.

In 165 Fällen müssen danach aus Gründen der Verkehrssicherheit Bäume gefällt werden. Denn die Kontrollen haben gezeigt, dass der Befall der Bäume mit holzzersetzenden Pilzen generell zunimmt. Holzzerstörende Pilze verringern die Festigkeit des Holzes und gefährden somit die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes. Dies kann so weit gehen, dass der Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden muss. Die Fällungen können nach Ansicht der Experten daher auch nicht bis nach dem Ende der Brutzeit der Vögel im Herbst aufgeschoben werden. Die Bäume werden aber vor der Fällung auf Niststandorte hin überprüft, damit keine Nester zerstört oder brütende Vögel gestört werden.

Ziel der Baumkontrolle ist es, für einen gesunden Baumbestand zu sorgen und Schäden an Menschen oder Dingen zu verhindern. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt setzt für die Kontrollen der Bäume im Straßenraum und an Wegen und Plätzen speziell geschulte Mitarbeiter ein. Sie überprüfen die Vitalität der Bäume und nehmen gegebenenfalls notwendige Pflegearbeiten vor. Bei erkennbaren Defektsymptomen oder begründetem Verdacht darauf werden weitere Untersuchungen gemacht. Die bei der Baumkontrolle auffälligen und nicht den Ansprüchen der Verkehrssicherheit entsprechenden Bäume müssen gefällt werden. Denn die Gewährleistung der Baumkontrollen und die damit verbundene Verkehrssicherungspflicht ist eine städtische Aufgabe.

Pilze können bei verletzten oder geschwächten Bäumen mit Sporen über Wunden an Stamm, Krone oder über die Wurzel eindringen. Der Prozess der Holzzersetzung bis zum Absterben des Baumes ist abhängig von der Baum- und der Pilzart. Einige Pilze kommen nur auf einer Baumart vor (wirtsspezifisch zum Beispiel der Birkenporling). Andere besiedeln ein breites Spektrum an Baumarten, etwa der Lackporling, der an fast allen heimischen Baumarten auftreten kann. Eine Bekämpfung des Pilzbefalls oder eine "Heilung" des Baumes davon ist nicht möglich. Besonders aggressive holzzersetzende Pilze sind Riesenporling, Lackporling, Hallimasch oder Brandkrustenpilz.

Die befallenen Bäume werden durch Fachfirmen im Auftrag des Gartenamtes gefällt. In den meisten Fällen werden die Lücken durch Ersatzpflanzungen gefüllt. Ausnahmsweise kann eine Nachpflanzung unterbleiben, wenn starke Konkurrenz durch andere Gehölze vor Ort dagegen sprechen oder bestehende Leitungstrassen das Pflanzen von Bäumen verhindert. Bevor ein neuer Baum neu gesetzt werden kann, müssen Baumstumpf und Wurzeln des Vorgängers entfernt werden. Außerdem werden die Baumgruben ausgehoben und mit speziellem Substrat verfüllt, damit der Jungbaum möglichst gute Wachstumsbedingungen erhält. In einigen Fällen ist auch ein Leitungsschutz erforderlich.