Sicher unterwegs mit dem Pedelec

Arbeitskreis plant Pedelec-Training

Aktiv und umweltbewusst unterwegs sein – bis ins hohe Alter. Elektrounterstütze Fahrräder gewinnen immer mehr Freunde auch im Märkischen Kreis.

Lüdenscheid - „Ein Blick auf die Unfallstatistik zeigt, dass die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern zunimmt und häufig Pedelec-Fahrer involviert sind“, sagt Polizeihauptkommissar Filthaut. 2019 registrierte die Polizei 189 Fahrradunfälle, davon 133 mit Personenschaden. 2020 stieg die Zahl auf 220 Unfälle, davon 156 mit Verletzten. Unfälle mit Pedelecs haben sich in der gleichen Zeit mehr als verdoppelt von 32 (davon 29 mit Verletzten) in 2019 auf 70 (davon 63 mit Verletzten) in 2020. „Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs: Die Polizei erfasst nur Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern, zu denen sie gerufen werden. Es bleibt eine große Dunkelziffer mit Stürzen und kleineren Kollisionen“, weiß Andreas Nolte. Viele Einsteiger und Umsteiger unterschätzen das Pedelec. Dabei können mit einem E-Bike oder Pedelec ganz andere Geschwindigkeiten erreicht werden als mit dem herkömmlichen Zweirad. Sie verhalten sich auch anders beim Anfahren, Beschleunigen, Bremsen und in Kurven. „Daher empfehlen wir nicht nur Fahranfängern und Senioren, sondern auch geübten Radlern ein Sicherheitstraining mit einem E-Bike oder Pedelec zu absolvieren“, betont Diana Czech.

Aufgrund der hohen Inzidenzzahlen in der Coronapandemie ist ein solches Training im Moment noch nicht möglich. Aber die Vorbereitungen, entsprechende Kurse anzubieten, laufen bereits. Optimale Outdoor-Trainingsflächen haben die Organisatoren beispielsweise auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule Iserlohn oder auf dem Fahrtrainingsplatz in Hemer gefunden.