Seit 50 Jahren Feuerwache 8

Jubiläum für Wache in Gerresheim

Die Feuerwehr Düsseldorf hat im Februar ein 50-jähriges Jubiläum mit der Feuer- und Rettungswache 8 in Gerresheim auf ihrer Agenda stehen.

Gefeiert wird allerdings erst später: "Im September gibt es einen Tag der offenen Tür für die Bürgerinnen und Bürger der östlichen Stadtteile", freut sich Helga Stulgies bereits jetzt. "Ein buntes Programm für kleine und große Feuerwehrfreunde ist bereits in der Planung", kündigt die Feuerwehrdezernentin an.

"Nun hat auch Gerresheim eine moderne Feuerwache" - so lautete der Titel am 4. Februar 1966 in den Düsseldorfer Nachrichten. Am 3. Februar 1966 wurde die neue Feuerwache 8 an der Gräulinger Straße in Gerresheim durch den damaligen Oberbürgermeister Willi Becker ihrer Bestimmung übergeben. Der Neubau kostete 2,15 Millionen DM - ohne Fahrzeugpark. In der neuen Fahrzeughalle der Wache standen damals drei Einsatzfahrzeuge für die Brandbekämpfung und zwei Unfallkrankenwagen. Bei der feierlichen Übergabe bedankte sich Oberbürgermeister Willi Becker besonders bei den Mitarbeitern des Hochbauamtes, in deren Händen auch die Bauleitung lag. Weiterhin zeigte er sich sehr erfreut über die rege Teilnahme der Bevölkerung an der Einweihung und Eröffnung der neuen Feuerwache.

Die im östlichen Teil der Landeshauptstadt gelegene Feuerwache war für die Stadtteile Gerresheim, Grafenberg - östlich der Bahnlinie, für den Gallberg und für Vennhausen zuständig. In diesem Gebiet wohnten zu damaliger Zeit rund 54.000 Einwohner. Als besondere Aufgabe wurde der Wache der Schutz des Düsseldorfer Waldgebiets übertragen.

34 Beamte versahen zu dieser Zeit ihren Dienst in dem modern gestalteten Gebäude, das auch mit Rücksicht auf das umliegende Wohngebiet konzipiert wurde. 1966 wurde auf der Wache die gesamte Bettwäsche der Feuerwehr Düsseldorf gewaschen und gemangelt. Heute ist in den Räumen der ehemaligen Wäscherei, die Feuerlöscherwerkstatt untergebracht. Dort werden die 1.300 Feuerlöscher der Feuerwehr überprüft und befüllt. Bei Bundesliga-Spielen und Sonderveranstaltungen werden von hier aus die Mitwirkenden der Feuerwehr bei Brandsicherheitswachen mit Feuer- und Sonderlöschern ausgerüstet.

Heute - im Jubiläumsjahr 2016 - sind 62 Beamte auf der Feuer- und Rettungswache 8 (FRW 8) stationiert. Täglich versehen dort zwölf Feuerwehrleute sowie zwei Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bund ihren Dienst auf einem Rettungswagen im Tagesdienst. Das heutige Wachgebiet erstreckt sich von der Stadtgrenze zu Mettmann und den Stadtteilen Hubbelrath sowie Knittkuhl im Norden, bis zum Staufenplatz im Süden. Im Westen von der Reichswaldallee, dem Stadtwald und der Stadtgrenze zu Ratingen bis zu den Stadtteilen Vennhausen, Unterbach und bis zur Stadtgrenze Erkrath im Osten.

Die beiden Feuerwachen Gräulinger Straße (FRW 8) und Behrenstraße (FRW 4) bilden zusammen den "Brandschutzabschnitt 4", in dem die Einsatzfahrzeuge in originärer Zuständigkeit eingesetzt und alarmiert werden.

Die Feuerwache 8 besetzt folgende Fahrzeuge:
- 1 Einsatzleitfahrzeug (C-Dienst) im Wechsel mit Feuerwache 4
- 1 Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20)
- 1 Drehleiter mit Korb (DLK)
- 1 Pulver-Tanklöschfahrzeug (PTLF)
- 1 Rettungswagen (RTW)
- 1 Mannschafttransportfahrzeug (MTF)

Bei Bedarf stehen ein weiteres Tanklöschfahrzeug (PTLF 4000) und ein Kleineinsatzfahrzeug (KEF) zur Verfügung. Auf Grund der besonderen topografischen Gegebenheiten im Einsatzgebiet, ist zusätzlich ein geländefähiger Krankentransportwagen (KTW) auf der Feuerwache stationiert. Das besondere Rettungsfahrzeug kommt bei Notfallsituationen zum Einsatz - beispielsweise bei Wander- und Sportunfällen aber auch bei Rodelunfällen im Winter - und ist für Fahrten auf unwegsamen Geländen bestens gerüstet. Ein Notarzteinsatzfahrzeug ist zurzeit in Planung. Weiterhin werden von der Wachbesatzung die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Hubbelrath und Unterbach betreut.

Jubiläumsfeier im September
Das 50-jährige Jubiläum der Wache 8 wird am Sonntag, 18. September, mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Von 10 bis 18 Uhr öffnet die Wache ihre Toren an der Gräulinger Straße 27 für kleine und große interessierte Bürger. Das Programm sieht neben einem Spiele-Angebot für Kinder auch verschiedene Übungen aus dem Alltag der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor. Die Besichtigung der Fahrzeuge ist für die Technik-Begeisterte sicher ein Glanzlicht.