Seehofer sieht FDP-Beitritt seiner Tochter nicht als Landesverrat

CSU-Ehrenvorsitzender setzt auf eigene Meinung seiner Kinder

Der CSU-Ehrenvorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer hat gelassen auf das politische Engagement seiner Tochter Susanne für die bayerische FDP reagiert. "Ich weiß von meiner Tochter seit langer Zeit, dass sie mit der FDP sympathisiert."

Der CSU-Ehrenvorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer hat gelassen auf das politische Engagement seiner Tochter Susanne für die bayerische FDP reagiert. "Ich weiß von meiner Tochter seit langer Zeit, dass sie mit der FDP sympathisiert und auch schon einmal für die FDP in München kandidieren wollte", sagte Seehofer der "Augsburger Allgemeinen" vom Dienstag. Dass die 30-Jährige der FDP nun offenbar beigetreten sei, habe er einem Bild entnommen, das sie ihm geschickt habe und das sie mit mehreren FDP-Politikern zeige.

Für ihn sei das "überhaupt kein Problem", sagte der Bundesinnenminister. In der gesamten Familie Seehofer herrsche ein sehr liberales, aufgeklärtes Klima. "Für alle meine Kinder gilt: Sie haben ihre eigene Meinung und ihren eigenen Horizont." Darauf wolle er als Vater keinen Einfluss nehmen. "Wenn meine Tochter zur FDP geht, dann ist das kein Landesverrat."

Susanne Seehofer ist nicht das erste Kind eines prominenten CSU-Politikers, das sich einer anderen Partei anschloss. Die Tochter der langjährigen stellvertretenden CSU-Chefin Barbara Stamm, Claudia Stamm, saß lange für die Grünen im bayerischen Landtag. Der Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl, Florian Streibl, ist aktuell Fraktionschef der Freien Wähler im bayerischen Landtag.

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