21.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Seehofer fordert Nachbesserungen an Mindestlohngesetz

Seehofer fordert Nachbesserungen an Mindestlohngesetz

CSU-Chef kritisiert überbordende Bürokratie

Wenige Tage nach dem Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes hat CSU-Chef Horst Seehofer Korrekturen daran gefordert.

Berlin - "Wir haben jetzt die Verantwortung, die Bürokratie beim Mindestlohn zurückzudrängen, wir müssen das Mindestlohngesetz entschlacken", sagte Bayerns Ministerpräsident der "Welt am Sonntag". "Die Nachbesserungen müssen wir in den nächsten Wochen auf den Weg bringen", fügte er hinzu.

Er sei zwar ein Anhänger des Mindestlohns, sagte Seehofer. "Aber was da im Gesetz als Begleitwerk gebracht wurde, ist kolossal", kritisierte er mit Blick auf die Verpflichtung für alle Betriebe, die Arbeitszeiten ihrer als Minijobber tätigen Mitarbeiter aufzuzeichnen - 6,8 Millionen Menschen im gewerblichen Bereich. "Die Aufzeichnungspflichten und Kontrollmöglichkeiten treffen vor allem die kleineren Betriebe", bemängelte Seehofer.

Der seit Jahresbeginn geltende Mindestlohn beträgt 8,50 Euro pro Stunde. Davon ausgenommen sind Jugendliche unter 18 Jahren, Praktikanten, Langzeitarbeitslose und Ehrenamtliche. Die Wirtschaft sieht wegen des Mindestlohns zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr.

(xity, AFP)


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