09.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Sechs Bundesländer fordern Sonderkontigent für IS-Opfer aus Nordirak

Sechs Bundesländer fordern Sonderkontigent für IS-Opfer aus Nordirak

Initiative SPD- und links geführter Länder zur Innenministerkonferenz in Lübeck

Sechs Bundesländer fordern ein Sonderkontigent für Opfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus dem Nordirak.

Lübeck - Die Beschlussvorlage für die am Mittwoch in Lübeck beginnende Innenministerkonferenz gehe von Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Bremen, Rheinland-Pfalz und Thüringen aus, berichtete die Funke-Mediengruppe am Mittwoch. Das linksregierte Thüringen sowie die anderen fünf SPD-regierten Bundesländer wollen demnach bis zu 1000 "besonders schutzbedürftigen Menschen" in Deutschland Schutz gewähren.

In dem neuen Aufnahmeprogramm "sollten insbesondere traumatisierte Kinder und deren überlebende Eltern sowie Frauen, die sich in Gefangenschaft des IS befanden, und deren Kinder in dem Kontingent berücksichtigt werden", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Laut Beschlussvorlage der Länder solle das Sonderkontingent "zeitnah" ins Leben gerufen werden.

Bereits 2015 hatten Niedersachsen und Baden-Württemberg ein Aufnahmeprogramm für Opfer des IS-Terrors begonnen. "Nach unseren Informationen hat sich die Situation insbesondere von Frauen und Kindern im Nordirak aber auch vier Jahre später nicht deutlich verbessert", sagte Pistorius.

(xity, AFP)


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