18.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Schwesig will Qualität von Kitas verbessern

Schwesig will Qualität von Kitas verbessern

Familienministerin prüft Folgen des Betreuungsgeldes

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will mit den Ländern über einheitliche Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung verhandeln.

Berlin - "Ich möchte mit den Ländern Gespräche über die Verbesserung der Qualität in den Kitas führen, im November gibt es dazu die erste Konferenz", sagte Schwesig der "Bild am Sonntag". "In den letzten Jahren ging es ja vor allem um den Bau von Kita-Plätzen, weniger um die Qualität. Das möchte ich verändern."

Die Ministerin forderte eine Debatte in Deutschland darüber, "wie viel uns die frühkindliche Bildung wert ist". Dazu gehörten ein guter Personalschlüssel mit Fachkräften, gute Bezahlung und eine Überprüfung der Gebühren, die viele Eltern belasteten. Nach Berechnungen des Familienministeriums kostet allein ein bundeseinheitlicher Personalschlüssel von einer Erzieherin auf vier Kinder in der Krippe pro Jahr 1,6 Milliarden Euro. Die Politik müsse die frühkindliche Bildung mit mehr Fachkräften stärken: "Es ist nicht egal, wer Kinder betreut."

Schwesig kündigte zudem an, die Folgen des Betreuungsgeldes kritisch zu überprüfen. Zudem werde es eine Entscheidung des Bundesverfassungsgericht über die Zukunft des Betreuungsgeldes geben. Zu den Ergebnissen einer Studie des Deutschen Jugendinstituts, nach der Eltern mit geringer Bildung und Migrationshintergrund das Betreuungsgeld überproportional in Anspruch nehmen, sagte die Ministerin der "BamS": "Diese Studie bestätigt meine Skepsis und Kritik am Betreuungsgeld. Leider konnten wir uns in den Koalitionsverhandlungen nicht mit der Union darauf verständigen, das Betreuungsgeld abzuschaffen und das Geld stattdessen in die Kita-Qualität zu stecken.

(xity, AFP)


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