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Schwesig fordert strikte Bekämpfung von Rassismus

Reaktion auf Anschlag auf Asylbewerberheim in Tröglitz

In der zukünftigen Unterkunft für Asylbewerber in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat es gebrannt. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Brandstiftung.

Berlin - Nach dem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) eine strikte Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gefordert. Der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) wertete den Anschlag als einen "Anschlag auf unseren Rechtsstaat".

In einem weitgehend leerstehenden Gebäude in Tröglitz, in dem ab Mai Asylbewerber untergebracht werden sollten, war in der Nacht zum Samstag ein Feuer ausgebrochen. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung sowie eines ausländerfeindlichen Hintergrunds auf. Tröglitz war bereits Anfang März in die Schlagzeilen geraten, als Ortsbürgermeister Markus Nierth zurücktrat, nachdem er und seine Familie wegen der Asylbewerberunterkunft von Rechtsextremen bedroht worden waren.

"Wir dürfen beim Kampf gegen Rechtsradikalismus nicht nachlassen", sagte Schwesig der "Bild am Sonntag". Die Ministerin, die die Präventionsprogramme gegen Rechtsradikalismus verantwortet, zeigte sich auch persönlich betroffen: "Das war ein feiger und furchtbarer Brandanschlag, der wütend, traurig und fassungslos macht."

Kauder sagte der "Welt" mit Blick auf den Anschlag: "So was darf keinen Erfolg haben. Wir müssen Flüchtlinge in unserem Land aufnehmen". Der CDU-Politiker forderte gegenüber der Zeitung "Die Welt" mehr Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit.

(xity, AFP)


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