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Schülerzahl trotz Flüchtlingskindern erneut leicht gesunken

Statistiker zählen im laufenden Schuljahr elf Millionen Schüler

Trotz des Zuzugs von Flüchtlingsfamilien ist die Zahl der Schüler leicht gesunken.

Wiesbaden - Im laufenden Schuljahr besuchen knapp elf Millionen Schüler die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland - 0,4 Prozent weniger als im vorangegangenen Schuljahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag unter Berufung aus vorläufige Daten mitteilte. Die Statistiker verzeichnen demnach bereits seit dem Schuljahr 2000/2001 sinkende Schülerzahlen.

Nach Angaben des Wiesbadener Bundesamts lässt sich allerdings nicht abschätzen, in welchem Umfang schulpflichtige Flüchtlinge und Zugewanderte Einfluss auf die Schülerzahlen nehmen. Sie werden zwar in den jeweiligen Schularten mit erfasst, die sie besuchen. Eine flächendeckende gesonderte Erfassung erfolgt allerdings derzeit nicht.

Außerdem könne die Staatsangehörigkeit der Schüler im Rahmen der vorläufigen Ergebnisse nicht erfasst und erst mit den endgültigen Ergebnissen der Schulstatistik nachgewiesen werden, erläuterte das Bundesamt. Grundsätzlich werde die Schülerzahl durch Faktoren wie Schulstrukturreformen, das Bildungsverhalten und die demografische Entwicklung beeinflusst.

Im laufenden Schuljahr besuchten den Statistikern zufolge 8,3 Millionen Schüler allgemeinbildende Schulen und 2,5 Millionen Schüler berufliche Schulen. An den allgemeinbildenden Schulen verlief die Entwicklung der Schülerzahlen in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich: Während sie in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin um 1,8 Prozent stieg, sank sie im früheren Bundesgebiet um 0,8 Prozent.

An den beruflichen Schulen ging die Schülerzahl im Westen um 0,7 Prozent und im Osten um 0,4 Prozent zurück. Den deutlichsten Rückgang in dieser Schulform gab es mit minus 3,5 Prozent im Saarland. Die Schülerzahlen an Schulen des Gesundheitswesens blieben hingegen mit 153.000 im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant.

(xity, AFP)


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