Scholz will gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten von SPD, Union und Grünen

SPD-Vize für "Integrationsfigur" im höchsten Staatsamt

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) plädiert für einen gemeinsamen Kandidaten von SPD, Union und Grünen für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck.

Berlin - "Es wäre schön, wenn sich die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD auf jemanden verständigen könnten, am liebsten gemeinsam mit den Grünen", sagte Scholz der "Welt am Sonntag".

Für das Amt des Bundespräsidenten solle nach einer Integrationsfigur gesucht werden, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende. "Natürlich muss eine solche Figur kein politisches Neutrum sein, sondern kann eine parteipolitische Vergangenheit haben."

Sympathien ließ Scholz für die Nominierung einer Frau erkennen. "Wir suchen eine Persönlichkeit, bei der fast alle sagen: Das wäre eine gute Präsidentin, ein guter Präsident." Die Zeit für eine Frau in Schloss Bellevue sei "schon lange reif", sagte der Hamburger Bürgermeister. Die Festlegung auf eine Kandidatin vermied Scholz aber.

Gauck hatte kürzlich bekannt gegeben, er werde im kommenden Jahr nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Sein Nachfolger wird am 12. Februar kommenden Jahres gewählt.

(xity, AFP)