25.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Schockenhoff starb an Hitzeeinwirkung in seiner Sauna

Schockenhoff starb an Hitzeeinwirkung in seiner Sauna

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eines natürlichen Todes gestorben.

Berlin - "Das vorläufige Obduktionsergebnis der Gerichtsmedizin Ulm erbringt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden", teilte die Staatsanwalt Regensburg mit. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Feststellung der Todesursache des am Samstag überraschend gestorbenen Bundestagsabgeordneten angeordnet, um spätere Spekulationen oder Zweifel von vornherein zu zerstreuen.

Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis gehen die Gerichtsmediziner davon aus, dass Schockenhoff bei einem Saunagang am Samstagabend in seinem Haus ein Kreislaufversagen erlitt oder möglicherweise einschlief und dann infolge der "massiven Hitzeeinwirkung" starb. Anhaltspunkte "auf ein irgendwie geartetes Fremdverschulden oder eine Gewalteinwirkung" bestünden nicht, erklärte die Staatsanwaltschaft. Sie hat noch ein chemisch-toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben; dessen Ergebnis soll erst in einigen Tagen vorliegen.

Der überraschende Tod des Politikers im Alter von 57 Jahren hatte am Wochenende Bestürzung ausgelöst. Schockenhoff war seit 1990 Mitglied im Bundestag für den Wahlkreis Ravensburg und seit 2005 einer der stellvertretenden Vorsitzenden seiner Fraktion. Schockenhoff galt als profilierter Außenpolitiker und war unter anderem von 2006 bis 2014 Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit. Zuletzt zählte er zu den schärfsten Kritikern des russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen dessen Rolle in der Ukraine-Krise. 2011 hatte der dreifache Vater sich öffentlich zu seiner damaligen Alkoholsucht bekannt.

(xity, AFP)


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