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Schifffahrtsmuseum öffnet wieder seine Pforten

Nach einem Jahr Bauzeit

Der Schlossturm ist das historische Wahrzeichen der Landeshauptstadt Düsseldorf. Nach einem Jahr Bauzeit wurde Am Samstag, 6. Juni 2015, das Schifffahrtsmuseum wieder eröffnet.

Düsseldorf - Nach einem Jahr Bauzeit öffnet der Schlossturm in Düsseldorf als Heimat des SchifffahrtMuseums wieder seine Türen. Der runde Turm, das einzig erhaltene Gebäude des ehemaligen Schlosses auf dem Burgplatz, wurde innen renoviert. Dabei wurde eine neue Sicherheitstechnik im untersten, tief unter der Erde liegenden Gewölbe eingebaut. Mit seiner Ziegelkuppel aus der Mitte des 16. Jahrhunderts hat der Turm eine besondere Atmosphäre. Nun steht er nach langen Schließungsjahren wieder für die Besucher offen. Weiterer Platz wurde durch den Einbau einer neuen Galerie im dritten Obergeschoss gewonnen.

Die Umbauarbeiten waren die Grundlage und die als Sonderanfertigungen komplett maßgeschneiderten neuen Vitrinen machten es möglich, dass auch große Modelle in der Neukonzeption ihren Platz finden konnten. Nach 40 Jahren kann beispielsweise das vier Meter lange Modell eines Holländerfloßes in voller Länge präsentiert werden. Insgesamt wurden 45 Schiffsmodelle vor ihrem Einzug ins Museum restauriert, rund 130 befinden sich insgesamt im Museumsbesitz.


Im Schlossturm hatten sich nach 13 Jahren mit stetig steigenden Besucherzahlen deutliche Abnutzungserscheinungen gezeigt. Sie machten die Renovierung und Neukonzeption notwendig. Die Vorbereitungen dauerten drei Jahre und liefen in intensiver Zusammenarbeit des SchifffahrtMuseums mit seinem Freundeskreis und dem Architekten Frank Liethmann.

Rund 250.000 Euro investierte die Stadt Düsseldorf in das Projekt. Damit war jedoch bei weitem nicht die geplante neue Ausstellung zu finanzieren. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 900.000 Euro. Der Freundeskreis hatte sich das Ziel gesetzt, gemeinsam mit der Leitung des SchifffahrtMuseums den Differenzbetrag bei Stiftungen und weiteren Sponsoren einzuwerben. Die NRW-Stiftung überzeugte das anspruchsvolle Konzept und sie beteiligte sich mit 200.000 Euro. Die Volksbank Düsseldorf Neuss förderte das Projekt mit insgesamt 125.000 Euro. Der Landschaftsverband Rheinland steuerte 90.000 Euro bei, die speziell für die Herrichtung des untersten Gewölbes bestimmt waren. Die Stadtsparkasse Düsseldorf und die Sparkassen Kulturstiftung unterstützten das Vorhaben mit 72.000 Euro. Die Stiftungen Udo van Meeteren, Arenberg und viele private Spender ermöglichten, dass letztlich auch die Differenz zu den veranschlagten Gesamtkosten aufgebracht werden konnte.

Die lange Zeit des Geldsammelns hat sich gelohnt: Eine der ältesten Sammlungen zur Binnenschifffahrt des Rheins präsentiert sich mit der Wiedereröffnung in neuem Glanz. Auf einer Fläche von rund 360 Quadratmetern, die sich jetzt auf sieben Ebenen verteilt, werden dem Publikum der Rhein und seine Schifffahrt - durch die Jahrhunderte - erlebnisreich präsentiert.


Schifffahrtsmuseum öffnet wieder seine Pforten
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