18.06.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Scheidenpilz nach Anibiotika-Behandlung

Scheidenpilz nach Anibiotika-Behandlung

So können Sie vorbeugen

Viele Frauen leiden nach eine Antibiotika-Therapie an Scheidenpilz-Infektionen. Mit diesem Trick können Sie die Vaginalflora schützen

Was haben Bronchitis, Mandel- oder Lungenentzündung mit Scheidenpilz-Infektionen zu tun? Nach der Einnahme von Antibiotika gegen Bronchitis oder andere Erkrankungen erfahren Frauen häufig, dass eine Pilzinfektion in der Scheide nicht lange auf sich warten lässt.

Es ist, als könnte man die Uhr danach stellen: Das Antibiotikum tötet leider häufig nicht nur die Bronchitis-Erreger ab, sondern macht auch bei seiner Verbreitung im Körper vor der Scheide nicht halt. Einige Antibiotika vernichten dann auch die Milchsäure-Bakterien, die sogenannten Laktobazillen, in der Scheide und verursachen dadurch eine Keimverschiebung, die das Pilzwachstum begünstigen kann. Dass in der Scheide neben Milchsäure-Bakterien auch andere Keime präsent sind, ist normal. Wichtig ist aber, dass die Zahl der Milchsäure-Bakterien in der gesunden Scheide überwiegt und die anderen Keime oder Pilze im Vergleich dazu in wesentlich geringerer Zahl vorhanden sind.

Bei vielen Frauen gerät sieses Gleichgewicht in Scheidenflora aber ins Wanken und bringt das natürliche "Schutz-System" zum kippen. Folge: Eine unangenehme Scheidenpilz-Infektion. Das Antibiotikum tötet die Michsäure-Bakterien ab und die Pilze haben keinen Gegenspieler mehr. Aber was kann man dagegen tun? Diese Frage wird häufig in Apotheken gestellt.

Um die natürliche Scheidenflora nach einer Antibiotika-Einnahme zu regenerieren oder wieder aufzubauen, sollten Milchsäure-Bakterien von außen zugeführt werden. In der Regel wird dazu täglich eine Kapsel über einen Zeitraum von acht bis zehn Tagen in die Scheide eingeführt. Beginnen sollte man mit der Kur erst am letzten Tag der Antibiotika-Einnahme, um die zugeführten Bakterien nicht direkt durch das Antibiotikum abzutöten und damit den Aufbau der gesunden Flora zu verhindern.

Bestehen jedoch während der Antibiotika-Einnahme bereits Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder Ausfluss, muss die Pilzinfektion zuerst mit einem Antipilz-Mittel behandelt werden bevor mit der Milchsäure-Therapie begonnen werden kann. Die Behandlung einer akuten Infektion erfolgt durch eine ein- bis dreitägige Therapie mit Vaginaltabletten. Diese sind nicht verschreibungspflichtig. Bei schwerwiegenderen Infektionen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.



(xity, OTS)


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