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Schäuble will Kindergeld nur um sechs Euro erhöhen

SPD hatte zehn Euro in Aussicht gestellt

Die von der SPD in Aussicht gestellte Erhöhung des Kindergelds um jeweils zehn Euro in den Jahren 2015 und 2016 soll nach dem Willen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) offenbar geringer ausfallen.

Berlin - Schäuble lasse derzeit einen Gesetzentwurf erarbeiten, wonach das Kindergeld in diesem Jahr um vier Euro und 2016 um weitere zwei Euro angehoben werden, berichten "Süddeutsche Zeitung" und "Frankfurter Allgemeine".

Die SPD hatte Anfang Januar in Aussicht gestellt, dass das Kindergeld in den Jahren 2015 und 2016 um jeweils zehn Euro erhöht werde. Ein Euro mehr Kindergeld kostet den Staat etwa 200 Millionen Euro pro Jahr.

Den Berichten zufolge soll der Kinderfreibetrag in diesem Jahr um 144 Euro und im nächsten um 96 Euro steigen. Dies ist eine Vorgabe aus dem vom Kabinett gebilligten Existenzminimumbericht, um wie laut Verfassung vorgeschrieben eine Besteuerung des Existenzminimums zu vermeiden. Zudem wolle Schäuble auch auf die Forderung von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) eingehen und den Kinderzuschlag um 20 Euro erhöhen, schreibt die "SZ".

Schwesig will laut dem Blatt bei ihren Forderungen bleiben und für einen höheren Entlastungsbetrag bei Alleinerziehenden sorgen. Union und SPD hätten sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, diese steuerlich ohnehin benachteiligte Gruppe finanziell zu entlasten, sagte Schwesig der "SZ". "Seit zehn Jahren wurde der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nicht erhöht - jetzt wäre der richtige Zeitpunkt."

(xity, AFP)


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