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Schäuble schließt Bankrott Griechenlands nicht mehr aus

Bundesfinanzminister legt bei Warnung an Athen nach

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schließt einen Bankrott Griechenlands nicht mehr aus.

Berlin - Er würde heute lange nachdenken, bevor er seine Worte von 2012 wiederholen würde, dass es keine Pleite Griechenlands geben werde, sagte Schäuble der französischen Zeitung "Les Echos" und dem "Wall Street Journal". Mit Blick auf die neue Linksregierung in dem Land sagte er, die Lage sei heute sehr anders im Vergleich zu 2012.

Schäuble hatte bereits Anfang Mai davor gewarnt, dass ein Land "plötzlich in die Zahlungsunfähigkeit rutschen" könne. Die Frage, ob sich Berlin auf eine Pleite Athens vorbereitet habe, ließ er in dem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" unbeantwortet.

Griechenland will bis Ende Mai eine Einigung über die Auszahlung noch ausstehender Hilfsgelder mit seinen Gläubigern erreichen und so einen drohenden Bankrott abwenden. Die linksgeführte Athener Regierung befindet sich seit vier Monaten in bislang ergebnislosen Verhandlungen mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die Freigabe einer letzten Tranche von Hilfsgeldern in Höhe von 7,2 Milliarden Euro.

Athen lehnt nach sechs Jahren Rezession weitere Einschnitte bei Gehältern und Renten ab, bietet den Gläubigern jedoch Privatisierungen und ein effizienteres Eintreiben von Steuergeldern an. Am 5. Juni wird eine Rückzahlung an den IWF fällig.

Schäuble sagte nun, die Verhandlungen mit Griechenland seien immer schwierig gewesen, sie hätten bisher aber immer zu einem Ergebnis geführt. Die Umstände, um mit Griechenland später über ein drittes Hilfspaket zu verhandeln, seien aber schwierig geworden.

(xity, AFP)


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