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Schaden von fast 800 Millionen Euro durch Schwarzarbeit

Zoll überprüfte 2013 rund 64.000 Unternehmen

Durch Schwarzarbeit ist dem Staat im vergangenen Jahr ein Schaden von mehr als 777 Millionen Euro entstanden.

Berlin - Die Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit kontrollierten mehr als eine halbe Million Beschäftigte und rund 64.000 Betriebe, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte. In mehr als 135.000 Fällen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, etwa wegen nicht gezahlter Sozialbeiträge. Die Erfolge zeigten, wie der Zoll ehrliche Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor unfairer Konkurrenz schützen könne, erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Die Zöllner verhinderten im vergangenen Jahr außerdem, dass 147 Millionen Schmuggelzigaretten auf den deutschen Schwarzmarkt gelangten. Dies waren eine Million mehr als im Vorjahr. Außerdem stoppten sie die Einfuhr von mehr als 3,9 Millionen gefälschten Waren, die einen Gesamtwert von 134 Millionen Euro hatten. Dreiviertel der Schmuggelware kam demnach aus China und Hongkong. Zu den beliebtesten Schmuggelwaren gehörten Taschen, Sonnenbrillen, Uhren und Schmuck sowie Schuhe und Bekleidung.

Der Zoll habe so viele gefälschte Produkte aufgegriffen wie nie zuvor, erklärte der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM). Die Zahlen deuteten darauf hin, dass ein hoher Anteil der gefälschten Ware auf dem Postweg nach Deutschland gekommen sei. Dabei handele es sich meistens um Internetbestellungen. Viele Empfänger seien sich wegen der professionellen Internetauftritte der Verkäufer nicht bewusst, dass sie eine Fälschung bestellt hätten, erklärte der Verband, der sich branchenübergreifend für den Schutz geistigen Eigentums einsetzt.

(xity, AFP)


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