Sauber gestochen?

Worauf man bei Piercings achten sollte

Piercings liegen im Trend, vor allem bei jungen Leuten. Ein Ring durch Zunge oder Nase ist heute fast alltäglich. Doch ganz ungefährlich ist es nicht.

Baierbrunn - Wer schön sein will, muss leiden. Das gilt auch fürs Piercing. Im besten Fall geht alles gut, ein gewisses Risiko bleibt jedoch immer, sagt Diana Engelmann von der "Apotheken Umschau": "Das Häufigste, was auftritt, sind Infektionen. Aber auch Narben können entstehen oder Blutungen. Es gibt eine britische Studie, die mal genauer hingeschaut hat und nach der berichtet jeder sechste Gepiercte von Problemen am Bauchnabel und am Ohr. Ein Zungen-Piercing macht jedem Vierten zu schaffen und im Intimbereich ist es sogar jeder Zweite, der von Komplikationen berichtet."

Deswegen sollte man denjenigen, der einen sticht, sorgfältig auswählen: "Achten Sie darauf, dass es ein persönliches Beratungsgespräch gibt, dass der Piercer Risiken anspricht, die geschehen können und des Weiteren ist es wichtig, auf Hygiene zu achten. Gibt es sterile Handschuhe, keimfrei verpackte Geräte? Auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Piercing ist eine Checkliste, an der kann man sich orientieren."

Wenn das Piercing gestochen wurde, sollte man die offene Wunde gut versorgen: "In der ersten Zeit auf jeden Fall täglich desinfizieren. Dazu gibt es antiseptische Lösungen, zum Beispiel aus der Apotheke. Die sind besser als Salben, denn Salben weichen tendenziell die Haut auf und dann steigt das Risiko für Infektionen. Man sollte nicht baden gehen und auch nicht ins Schwimmbad in der ersten Zeit, weil auch da die Haut aufgeweicht wird."

Die Wunde sollte vollständig verheilt sein, ehe man den Schmuck herausnimmt. Wenn die Stelle sich entzündet, rot wird oder nässt, sollte man zum Arzt gehen.