24.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

Jugendarbeitslosigkeit unter Vorjahreswert

Nach dem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen nochmals leicht im Februar.

Düsseldorf - Ursächlich waren hierfür insbesondere die Arbeitsausfälle in den witterungsabhängigen Außenberufen und der Abschluss der dreieinhalb jährigen Berufsausbildungen. "Diese Entwicklung stellen wir jedes Jahr fest. Der anhaltende Winter bremste die Beschäftigungsaufnahmen im Bau- und Ausbaugewerbe sowie im Garten- und Landschaftsbau", so Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich in der Landeshauptstadt Düsseldorf von Januar auf Februar um 167 auf 28.033 Frauen und Männer. Die Arbeitslosenquote lag mit jetzt 8,8 Prozent weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Schüßler ist optimistisch, dass sich mit dem bevorstehenden Frühjahrsaufschwung die Situation auf dem Arbeitsmarkt tendenziell verbessern wird.

"Ich gehe in den kommenden Monaten von einer Fortsetzung des Beschäftigungswachstums und einem leichten Rückgang bei der Arbeitslosigkeit aus". Erste Signale sind dafür die Zunahme an offenen Stellen und dass mehr Menschen im Februar eine Beschäftigung aufnehmen konnten als noch im Januar. "Wenn die Witterung wieder eine Arbeitsaufnahme erlaubt, erfolgen auch die Einstellungen in den Außenberufen wie zum Beispiel bei Malern und Lackierern. Auch für die jungen Menschen, die sich nach der Berufsausbildung arbeitslos gemeldet hatten, gibt es gute Perspektiven. Qualifizierte Kräfte werden ständig gesucht", so Schüßler.

Von dem Anstieg der Arbeitslosigkeit waren überproportional jüngere Arbeitskräfte betroffen. Jüngere meldeten sich zum Teil nach der dreieinhalb jährigen Berufsausbildung arbeitslos. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 146 auf aktuell 1.607 angestiegen. Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe liegt aber deutlich unter dem Vorjahreswert. Noch vor einem Jahr waren 1.740 junge Menschen arbeitslos gemeldet.

Durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent im Januar auf jetzt 8,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 9,1 Prozent.

Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung in verschiedenen Betrachtungen aus. Die gesamte Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wird in Düsseldorf für den Februar auf 37.173 Personen berechnet. Die Unterbeschäftigung, die auch die gesamte Entlastung durch die Arbeitsmarktpolitik umfasst, ist in Düsseldorf im Jahresvergleich um über 1.200 Personen gesunken. Getragen wird der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch das niedrigere Niveau der Arbeitslosigkeit und die sinkende Zahl derer, die Altersteilzeit in Anspruch nehmen.

Ende Februar wurden 7.645 Menschen von der Arbeitsagentur betreut, 47 mehr als im Januar. Die Zahl der Arbeitslosen, die vom Jobcenter Düsseldorf betreut werden, ist um 120 auf 20.388 gestiegen.

Im Februar wurden 1.649 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet, 151 oder 10 Prozent mehr als im letzten Monat. Knapp ein Drittel der offenen Stellen gibt es derzeit in der Zeitarbeit. Überwiegend wird aber Personal außerhalb der Zeitarbeit gesucht, so zum Beispiel für die Bereiche Verkauf, Büro, Gastronomie, Gesundheitswesen, Metall und Elektro, Verkehr und Logistik, Pflege und für Informatik- und andere IKT-Berufe. Insgesamt standen zum Monatssende 4.882 offene Stellen für eine Besetzung zur Verfügung, knapp 1.000 mehr als noch vor einem Jahr. 78 Prozent aller neu gemeldeten Stellen wurden für eine unbefristete Tätigkeit gemeldet. Der weitaus größte Teil aller Stellen waren Vollzeitstellen.

"Die stabile wirtschaftliche Grundstimmung lässt für die kommenden Monate einen weiterhin hohen Kräftebedarf erwarten. Insbesondere konjunkturunabhängige Branchen im Dienstleistungssektor wie zum Beispiel im Gesundheits- und Sozialwesen wachsen weiter. Zum anhaltend guten Niveau der Arbeitskräftenachfrage trägt darüber hinaus die in den letzten Jahren auf neue Höchstwerte gestiegene Beschäftigtenzahl bei. Die Zunahme des damit verbundenen fluktuationsbedingten Ersatzbedarfs dürfte sich ebenfalls auf das Niveau der gemeldeten Stellen auswirken", so Schüßler.


Tags:
  • Arbeitslosigkeit
  • Jugendarbeitslosigkeit
  • agentur_für_arbeit
  • düsseldorf

Copyright 2019 © Xity Online GmbH