19.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Saarbrücken will schärfere Regeln zu Straßenprostitution

Saarbrücken will schärfere Regeln zu Straßenprostitution

Landeshauptstadt soll fast komplett Sperrgebiet werden

Die Landeshauptstadt Saarbrücken will die Straßenprostitution bis auf wenige Ausnahmen verbieten. Es bedarf noch der Zustimmung der Landesregierung.

Im Kampf gegen die Straßenprostitution im deutsch-französischen Grenzgebiet will Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) fast die gesamte Landeshauptstadt zum Sperrgebiet erklären lassen. Um den Sperrbezirk per Verordnung auszuweisen, bedarf es allerdings noch der Zustimmung der Landesregierung. Das schwarz-rote Kabinett um Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will sich damit am Dienstag befassen.

Ab April sollen Frauen nur noch an drei Punkten im Stadtgebiet und auch nur noch am Abend und in der Nacht Freier anwerben dürfen, sagte Britz in Saarbrücken. Von den 655 Kilometern Straßennetz sollen 652,2 Kilometer zur Verbotszone werden. "Ich glaube, das ist eine Möglichkeit, um die Prostitution einzudämmen", sagte Britz.

Im Saarbrücken gibt es Schätzungen zufolge 800 bis 1000 Prostituierte, davon bis zu 200 Frauen auf dem Straßenstrich. Das Geschäft blüht in der Grenzregion, auch, weil viele Freier aus dem benachbarten Frankreich kommen, wo Prostituierte keine Kunden anwerben dürfen.

© 2014 AFP


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