27.02.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Russland verweigert Luftwaffen-Flug aus Wuhan die Zwischenlandung

Russland verweigert Luftwaffen-Flug aus Wuhan die Zwischenlandung

Kramp-Karrenbauer kündigt mögliches diplomatisches Nachspiel an

Die Rückholung deutscher Bürger aus dem chinesischen Seuchengebiet hat zu diplomatischen Verwicklungen mit Russland geführt.

Die Rückholung deutscher Bürger aus dem chinesischen Seuchengebiet hat zu diplomatischen Verstimmungen mit Russland geführt. Russland habe der deutschen Luftwaffen-Machine aus Wuhan die vorher in Aussicht gestellte Landegenehmigung für einen Zwischenstopp auf dem Moskauer Flughafen verweigert, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Samstag in Bonn. Die russischen Behörden hätten dies mit Kapazitätsengpässen am Flughafen begründet. Kramp-Karrenbauer ließ durchblicken, dass sie sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden geben wolle.

Die Ministerin kündigte ein mögliches Nachspiel an: "Was jetzt neben der offiziellen Erklärung von mangelnden Kapazitäten am Flughafen von Moskau die Gründe sind, das werden wir sicherlich in der nächsten Woche gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt besprechen."

Der Zwischenstopp auf dem Flug von China nach Frankfurt am Main wäre zwingend nötig gewesen, um den Luftwaffen-Airbus aufzutanken und die Piloten auszutauschen. Dies erfolge nun in der finnischen Hauptstadt Helsinki, sagte die Verteidigungsministerin. Die Ersatz-Crew sei dorthin umgeleitet worden, "einer sicheren Landung in Frankfurt steht nichts entgegen".

Die Nachricht, dass die Landung in Moskau verweigert wird, kam nach Informationen der "Bild am Sonntag" in der Nacht zu Samstag. Dem Bericht zufolge halten deutsche Sicherheitskreise den Verweis der russischen Seite auf Platzprobleme für vorgeschoben.

Nach Angaben eines Sprechers des Frankfurter Flughafens sollte die Luftwaffen-Machine um 13.40 Uhr in Helsinki starten und gegen 15.50 Uhr in Frankfurt landen.

© 2020 AFP


Copyright 2019 © Xity Online GmbH