18.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Russland-Beauftragter warnt vor neuem Kalten Krieg

Russland-Beauftragter warnt vor neuem Kalten Krieg

Erler sieht Pflicht Moskaus zu Deeskalation in Ukraine

Der Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-russischen Beziehungen, Gernot Erler (SPD), warnt vor einem neuen Kalten Krieg.

Berlin - Sollte Russland versuchen, "die Ukraine weiter zu destabilisieren, weitere Teile herauszutrennen und in die Russische Föderation zu bringen", wäre dies eine "Konfliktansage", die eine "Eskalation von wirtschaftlich wirksamen Sanktionen" auslösen könne, sagte Erler. "Wenn das an diesen Bereich geht und wir dann vielleicht noch über NATO-Erweiterung reden, dann sind wir im Modus des Kalten Kriegs", fügte er hinzu. Dies zu verhindern, hänge vor allem von Russland ab.

Zu einer für Sonntag geplanten Reise nach Moskau sagte Erler im Rundfunk Berlin-Brandenburg, es sei nicht schwierig gewesen, dort Gesprächstermine zu vereinbaren. Die russische Seite zeige sich gesprächsbereit. "Das ist wichtig, das muss man nutzen, und natürlich fahre ich dort mit dem Gefühl hin, dass es eine der schwierigsten Reisen ist, die ich je in dieses Land gemacht habe", sagte Erler.

Nach der Abspaltung der Schwarzmeerhalbinsel Krim von der Ukraine und der Angliederung an Russland hatte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Freitag eine Beobachtermission für die Ukraine beschlossen. Russland, das sich bereits mit Sanktionen der USA und der Europäischen Union konfrontiert sieht, stimmte dieser nach langem Zögern zu.

(xity, AFP)


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