Rotes Kreuz sucht noch Helfer für Einsatz gegen Ebola

Tropentauglichkeit und Englischkenntnisse erforderlich

Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes haben sich für den Einsatz in den Ebola-Gebieten in Westafrika nicht genügend qualifizierte Freiwillige gemeldet.

Berlin - Es gebe zwar viele Anfragen, aber "wir haben derzeit noch bei weitem nicht genügend Bewerber mit medizinischem Hintergrund, die auch geeignet sind und für einen Einsatz in Westafrika infrage kommen", sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters der "Bild"-Zeitung.

Bisher seien beim DRK 1459 Anfragen zum Ebola-Einsatz aufgelaufen, nur 97 Kandidaten seien aber grundsätzlich geeignet, erläuterte Seiters. Die Bewerber müssten tropentauglich sein und sehr gut Englisch sprechen. Gesucht würden Ärzte, Hebammen, Physiotherapeuten, Kranken- und Gesundheitspflegepersonal, Pharmazeuten, Labortechniker und Röntgenfachkräfte.

An der Ebola-Epidemie in Westafrika sind nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile fast 3900 Menschen gestorben. Insgesamt infizierten sich 8033 Patienten mit dem gefährlichen Virus, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch bekanntgab. Dem Virus erlagen demnach 3865 von ihnen, also beinahe die Hälfte.

Ebola ist ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber. Das Virus zerstört feinste Blutgefäße und verursacht so massive Blutungen im Körperinneren. In der Folge versagen häufig innere Organe, was wiederum zum Tod führt. Ebola überträgt sich über den direkten Kontakt zu Körperflüssigkeiten oder -ausscheidungen.

(xity, AFP)