Röttgen: Trump arbeitet mit "Angst, Wut und Hass"

CDU-Außenpolitiker warnt eindringlich vor dem US-Kandidaten

Nach dem jüngsten Triumph von Donald Trump bei den Vorwahlen der Republikaner in den USA hat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), eindringlich vor dem populistischen Geschäftsmann gewarnt.

Berlin - "Trumps Persönlichkeit besteht aus Maßlosigkeit, Respektlosigkeit und Selbstbezüglichkeit. Seine Mittel, mit denen er Mehrheiten erwirbt, sind das Erzeugen von Angst, Wut und Hass", sagte Röttgen dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagsausgabe).

Röttgen fügte mit Blick auf Trump hinzu: "Außerdem befürwortet er Fremdenfeindlichkeit und Folter. So kann man der Verantwortung, die die USA in der Welt haben, in keiner Weise gerecht werden." Deshalb sei es auch gerechtfertigt, wenn deutsche Abgeordnete dazu klar Position bezögen. "Die Wahl des amerikanischen Präsidenten ist keine rein innerstaatliche Angelegenheit", betonte der CDU-Politiker.

Röttgen verwies angesichts der Siege von Trump am "Super Tuesday" in einer ganzen Reihe von US-Bundesstaaten bei den Vorwahlen darauf, dass seither klar sei, "dass es eher wahrscheinlich ist, dass er der Kandidat der Republikanischen Partei wird". Röttgen unterstrich: "Und er kann damit auch Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Darüber müssen wir höchst besorgt sein." Mit dem Amt des US-Präsidenten sei eine "weltweite Verantwortung untrennbar verbunden". Er unterstrich: "Deshalb kann man in Europa nicht schweigen, wenn sich in den USA eine wirklich Besorgnis erregende Entwicklung zeigt."

(xity, AFP)