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Rheinländer sorgen für schlechte Zeiten vor

Fast jeder Zweite legt regelmäßig Geld zurück

44 Prozent der Rheinländer sparen regelmäßig. Dabei ist das größte Sparziel, ein Notpolster für die Zukunft zu schaffen.

Düsseldorf - Den Rheinland-Pfälzern ist das besonders wichtig. In der Region um Köln und Düsseldorf wird überdurchschnittlich für den Urlaub sowie die Unterstützung von Kindern und Enkel gespart. Bundeslandübergreifend zeigen vor allem jüngere Bürger im Alter von 18 bis 34 Jahren eine hohe Sparneigung. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage der Provinzial Rheinland Versicherungen unter 1.000 Rheinländern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Eine EU-weite Erhebung der Statistikbehörde Eurostat hat ergeben, dass sich viele Deutsche einen Urlaub oder teure Reparaturen nicht mehr leisten können. Nur verständlich, dass die Rheinländer vor allem Geld zurücklegen, um sich ein finanzielles Notpolster zuzulegen. 42 Prozent wollen damit gerüstet sein, wenn beispielsweise die Waschmaschine kaputt geht oder das Auto streikt. Auf Platz zwei der wichtigsten Sparziele liegt die Altersvorsorge, für die 25 Prozent der Rheinländer Geld zurücklegen. Elf Prozent möchten ihr Sparschwein demnächst für einen großen Urlaub schlachten - neun Prozent denken beim Sparen vor allem an Kinder oder Enkel. Für Konsumgüter wie Computer oder neue Haushaltsgeräte sparen nur zwei Prozent der Rheinländer den größten Betrag.

In Nordrhein-Westfalen ist das finanzielle Notpolster als Sparziel etwas weniger beliebt als im Nachbarbundesland: Hier sparen nur 40 Prozent für den Notgroschen im Vergleich zu 47 Prozent in Rheinland-Pfalz. Dafür ist den Kölner und Düsseldorfern die Altersvorsorge mit 26 Prozent etwas wichtiger als den Rheinland-Pfälzern (23 Prozent). Zwölf Prozent sparen in erster Linie auf einen großen Urlaub (Rheinland-Pfalz: acht Prozent). Und auch der finanzielle Zuschuss für Kinder oder Enkel ist in Nordrhein-Westfalen beliebter: Zehn Prozent haben die Nachkommen beim Sparen im Blick im Vergleich zu sieben Prozent im Nachbarbundesland.

Auch junge Rheinland-Pfälzer haben es vor allem auf den Notgroschen abgesehen - in Nordrhein-Westfalen wird früh an Altersvorsorge gedacht

In Rheinland-Pfalz füllt sich der Sparstrumpf nicht erst im Alter: 68 Prozent der 18- bis 25-Jährigen zwischen Koblenz und Trier legen regelmäßig über 50 Euro im Monat zurück. Bei den 45- bis 65-Jährigen spart nur noch die Hälfte. Auch in jungen Jahren ist das finanzielle Notpolster das Sparziel Nr. 1: Jeder zweite junge Rheinland-Pfälzer legt dafür das meiste Geld zurück. In Nordrhein-Westfalen denken nur 30 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in erster Linie an den Notgroschen - dafür ist ihnen die Altersvorsorge doppelt so wichtig wie den Altersgenossen aus dem Nachbarbundesland (13 Prozent im Vergleich zu 6 Prozent). Ein noch beliebteres Sparziel ist bei jungen Nordrhein-Westfalen allerdings ein großer Urlaub - dafür legt jeder Fünfte das meiste Geld zurück.

Während es in Nordrhein-Westfalen kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, sind in Rheinland-Pfalz die Männer sparfreudiger. 53 Prozent legen regelmäßig Geld zurück, bei den Frauen aus Rheinland-Pfalz sind es nur 39 Prozent. 36 Prozent der Damen sparen nur, wenn etwas übrig bleibt - 24 Prozent können gar nichts auf die hohe Kante legen. Die Hälfte aller Männer in Rheinland-Pfalz legt monatlich über 100 zur Seite, jeder fünfte sogar über 250 Euro.


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