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Rettungsdienst zieht Bilanz zu Altweiber

593 Einsätze im Stadtgebiet

593 Einsätze im Rettungsdienst meldet die Feuerwehr Düsseldorf für Altweiber, 27. Februar 2014, bis zum frühen Freitagmorgen 7 Uhr für das gesamte Stadtgebiet.

Düsseldorf - Viele Möhnen und Jecken waren auch wegen des zunächst trockenen Wetters in die Altstadt gekommen, um ausgelassen aber friedlich zu feiern. Im Vorjahr lag die Zahl bei 531 Einsätzen. Zehn Mal (2013: 57 Mal) musste der Notarzt in den Unfallhilfsstellen tätig werden. Im unmittelbaren Zusammenhang mit Karneval standen 326 (2013: 306) der Einsätze. Wegen übermäßigem Alkoholkonsums mussten 15 (2013: 63) unter 18 Jährige behandelt werden. Bei den chirurgischen Behandlungen handelte es sich um Platz- und Schürfwunden durch Sturz oder Zusammenstöße und Schnittverletzungen. Der örtliche Schwerpunkt lag in der Altstadt.
In den Unfallhilfestellen mussten 126 (2013: 304) Menschen behandelt werden, darunter die meisten zum Großteil wegen übermäßigem Alkoholkonsum. 94 (2013: 85) wurden zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus gebracht. Von den Behandlungen in den Unfallhilfsstellen waren 66 (2013: 145) Bagatellverletzungen, 50 (2013: 77) mittelschwere Fälle und 10 (2013: 4) arztpflichtige Behandlungen mit überwiegend internistischer Ursache. Es kam zu 21 (2013: 25) Schnittverletzungen durch Glasscherben – zum Vergleich: Im Jahre 2009 vor dem Glasverbot wurden noch 166 Schnittverletzungen verzeichnet. Zwischen 14 und 18 Uhr stieg das Einsatzaufkommen in den Unfallhilfsstellen in der Altstadt sprunghaft an. Die Feuerwehr unterstützte die Hilfsorganisationen und setzte zusätzliche Rettungswagen aus der Reserve ein.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen hatten sich auf Altweiber gut vorbereitet. Neben den 154 Einsatzkräften im 24-Stundendienst wurde die Leitstelle um zwei zusätzliche Disponenten verstärkt. Sechs zusätzliche Rettungswagen und zwei weiterer Notärzte wurden in Dienst gestellt. In der Altstadt waren weitere fünf Feuerwehrmitarbeiter mit verschiedenen Aufgaben betraut: beispielsweise in der städtischen Koordinierungsgruppe oder als Verbindungsbeamter in der Führungsgruppe der Polizei. Die Johanniter Unfallhilfe übernahm den Sanitätsdienst in der Altstadt. Zwei Notärzte und 122 Rettungshelfer, Rettungssanitäter/ Rettungsassistenten der Düsseldorfer Hilfsorganisationen behandelten die Närrinnen und Narren bis etwa gegen 1 Uhr morgens in den Unfallhilfsstellen. Dort standen drei Rettungswagen, drei Krankentransportwagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zur Bewältigung des Sanitätsdienstes bereit.
Weiterhin wurden zwölf Fußstreifen in der Altstadt eingesetzt, die in 136 Fällen direkt vor Ort tätig wurden und oft kleinere Bagatellverletzungen (77) sofort behandelten. Aus Sicht der Feuerwehr war es ein "normaler" Altweiber-Tag, was das Aufkommen der Einsätze betraf. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ordnungsamt, Sanitätsdienst und Feuerwehr lief auch in diesem Jahr aufgrund guter Vorplanungen und Konzepten reibungslos.
Auch aus Sicht des Ordnungsamtes verlief Altweiber insbesondere im Hinblick auf die gute Wetterlage und die extrem hohe Besucherzahl reibungslos. Viele Jecken haben sich offenkundig ans Glasverbot gewöhnt und haben sich entsprechend mit anderen Behältnissen gewappnet – und die, die nicht vom Glasverbot wussten, nahmen durchweg freudig die zum Tausch angebotenen kompostierbaren Becher an. Damit ließen sich problemlos auch größere Mengen Flüssigkeit scherbenfrei in die Altstadt bringen. Die Stimmung an den Sperren war daher völlig entspannt. Der absolut überwiegende Teil der in der Altstadt ansässigen Gewerbetreibenden folgte dem Glasverbot.

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