"Reisen eines Deutschen in England"

Buchpräsentation im Goethe-Museum

Im Goethe-Museum wird am Dienstag, 7. Juni, 20 Uhr, eine der bedeutendsten deutschen Reisebeschreibungen des 18. Jahrhunderts in einer neuen wissenschaftlichen Ausgabe vorgestellt.

Düsseldorf - Den Berliner Schriftsteller Karl Philipp Moritz (1756-1793), der ein Freund Goethes war, führte seine erste Auslandsreise nach Großbritannien. In den "Reisen eines Deutschen in England", erschienen im Jahr 1783, berichtet der Verfasser über seinen Aufenthalt in London und seine Reise über Oxford und Birmingham nach Castleton. Einen literarischen Höhepunkt bildet der unheimliche Gang durch die Höhle "Devil?s Arse". Moritz sucht die unmittelbare Begegnung mit dem Land und verlässt zum Missfallen der Briten die Kutsche; er geht als Fußgänger in die Geschichte der Reiseliteratur ein.

Diese Reisebeschreibung ist ein vielgelesener Beitrag zu den britisch-deutschen Kulturbeziehungen. Das Buch wird vorgestellt von den Herausgebern der kommentierten Edition Prof. Dr. Jürgen Jahnke (Freiburg) und Prof. Dr. Christof Wingertszahn (Düsseldorf). Ein studentisches Vokalquartett aus der Robert Schumann-Musikhochschule bringt dazu Ausschnitte aus der von Moritz beschriebenen komischen Oper "The Agreeable Surprise" (O'Keeffe/Arnold) zu Gehör. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.