Registrierungsfrist für Britinnen und Briten endet

Aufenthaltsdokument-GB bis Ende Juni beantragen

Noch 50 Tage haben in Düsseldorf lebende Britinnen und Briten Zeit, ihren Aufenthalt anzuzeigen und sich für die Ausstellung des Aufenthaltsdokuments-GB zu registrieren.

Düsseldorf - Nach dem Brexit ist ein Austrittsabkommen in Kraft getreten, das sicherstellt, dass Britinnen und Briten die gleichen Rechte behalten wie vor dem Austritt Großbritanniens aus der EU - mit Ausnahme des Wahlrechts. Laut diesem Abkommen ist eine Registrierung bis zum 30. Juni 2021 vorgesehen. Rund 1.150 - und damit etwa die Hälfte aller in Düsseldorf lebenden - Britinnen und Briten sind der Aufforderung bislang gefolgt und haben sich im städtischen Brexit-Portal registriert.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und der britische Generalkonsul Rafe Courage trafen sich aus diesem Anlass bei der Ausländerbehörde und begleiteten die Britin Ellie Nias, die ihr Aufenthaltsdokument-GB abholte. "Die Registrierung für das Aufenthaltsdokument-GB ist für alle Britinnen und Briten in Düsseldorf absolut empfehlenswert", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Es schafft zunächst eine größere Sicherheit, etwa bei bei Arbeitgebern, Vertragspartnern, Behörden oder Geldinstituten. Außerdem erleichtert es die Grenzkontrollen bei internationalen Reisen."

Das Aufenthaltsdokument enthält ein biometrisches Lichtbild, eine Adresse sowie auf einem Chip gespeicherte Fingerabdrücke, es fungiert somit also auch als Identifikationsdokument. Es wird in Form eines elektronischen Aufenthaltstitels ausgestellt. Auf dem Brexit-Registrierungsportal unter www.duesseldorf.de/amt-fuer-migration-und-integration/brexit.htmlfinden in Düsseldorf lebenden Britinnen und Briten weitere Informationen und können das Dokument seit Anfang 2020 beantragen. Die Anfragen werden kontinuierlich bearbeitet; coronabedingt sind persönliche Vorsprachen bei der Ausländerbehörde jedoch aktuell nur entzerrt möglich.

Um den Registrierungsprozess so einfach wie möglich zu machen, werden in Abstimmung mit dem britischen Generalkonsulat neben Informationsveranstaltungen auch Einzelberatungen angeboten. Die Ausländerbehörde und die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf bieten zudem gezielte Services für britische Unternehmen an.

Das Austrittsabkommen nach dem Brexit
Zur Sicherung der Rechte von EU-Bürgerinnen und -Bürgern ist nach dem Brexit am 31. Januar 2020 ein Austrittsabkommen in Kraft getreten. Sie sollen weiterhin in Deutschland leben und arbeiten, studieren und Sozialleistungen empfangen können. Britische Staatsangehörige und deren Familienangehörige, die vor dem 1. Januar 2021 im Einklang mit dem Unionsrecht in Deutschland gelebt haben, genießen unter dem Austrittsabkommen Bestandsschutz.

Britinnen und Briten, die weniger als 5 Jahre in Deutschland gelebt haben, müssen aber mindestens 6 Monate pro Jahr in Deutschland verbringen, um die alten Rechte zu behalten. Britinnen und Briten, die bereits über 5 Jahre in Deutschland gelebt haben, können ein Daueraufenthaltsrecht bekommen. Sobald sie ein solches Daueraufenthaltsrecht haben, können sie Deutschland für bis zu 5 aufeinanderfolgende Jahre verlassen, ohne ihre Rechte unter dem Austrittsabkommen zu verlieren.

Britinnen und Briten, die erst nach dem 1. Januar 2021 nach Düsseldorf gezogen sind, benötigen - sofern sie sich länger als 90 Tage aufhalten wollen - zukünftig eine Aufenthaltserlaubnis. Elektronische Aufenthaltstitel werden für Drittstaatsangehörige bereits seit 2011 ausgestellt.