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Regionalkonferenz der CDU in Düsseldorf

Wen wählen? Kramp-Karrenbauer, Merz oder Spahn?

Bei der Regionalkonferenz in Düsseldorf stellten sich am Mittwochabend, 28. November 2018, Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn in Düsseldorf rund 4000 Mitgliedern der Partei vor.

Düsseldorf - Die drei Kandidaten um das Amt des Parteivorsitzenden nutzten die Chance, die Delegierten für sich zu begeistern. Zu Beginn der Veranstaltung wurde ausgelost, dass sich Friedrich Merz als erster Redner vorstellen durfte. „Es tut richtig gut, wieder in einem von der CDU regierten Nordrhein-Westfalen zu leben“, erklärte er zum Beginn seiner Rede. Er sprach in seiner Rede über Sicherheit, vor allem in der IT aber auch darüber, dass die CDU intern immer weiter auseinander gedriftet sei. Er erinnerte sich an seine Zeit bei der Jungen Union, in der er sich darüber freute mit den anderen zu diskutieren, aber eben auch den Kontakt zu den anderen Parteimitgliedern genoss.  „Die Ausgangslage ist nicht ganz einfach, wir haben bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr mit 32,9 Prozent das schlechteste Wahlergebnis nach 1949 bekommen. Wir haben Landtagswahlen mit -10 Prozent verloren und wir stehen in bundesweiten Umfragen deutlich unter 30 Prozent. Die Motivation warum ich heute hier stehe, hat damit etwas zu tun.“ Am Ende seiner Rede erhielt Merz von den 4000 Delegierten im Saal stehende Ovationen.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer war um einiges zurückhaltender in ihrer Rede. In ihrer zehnminütigen Vorstellung sprach sie davon, dass vor allem die internen Streitigkeiten in der Partei dafür verantwortlich seien, dass die CDU in den Wahl- und Umfrageergebnissen abgestiegen sei. Sie appellierte an den Anspruch der Delegierten, als große Volkspartei aufzutreten.  „Vergesst die Umfragen und fangt an zu kämpfen, denn es lohnt sich um jede Stimme an jeder Haustür zu kämpfen, damit dieses Land wieder gut regiert wird.“ Auch sie sprach, genau wie ihre Gegenkandidaten, über die innere Sicherheit und die Bundeswehr, die ihrer Meinung nach immer weiter vernachlässigt wird.

Gesundheitsminister Jens Spahn versuchte, wie Kramp-Karrenbauer, die schlechten Ergebnisse der Partei zu erklären. Auch er sprach von der inneren Sicherheit und forderte strengere Kontrollen an den EU-Grenzen. Auch die Digitalisierung und ihr Einfluss auf die Deutsche Wirtschaft war Thema seiner Rede. So erklärte er, dass große Teile der Deutschen Bevölkerung in Berufen arbeite, die es im kommenden Jahrzehnt nicht mehr geben werde. Er sprach sich für faire Arbeitsbedingungen aus. „Ich will in einem Land leben,  in dem vor dem Verteilen das Erwirtschaften kommt. Leistung muss sich lohnen, dass es einen Unterschied macht, ob man morgens aufsteht oder nicht. Dass uns dieses Prinzip auch in den nächsten Jahren trägt und uns stark macht. Ich will, dass wir bei all dem immer diejenigen im Blick haben, die jeden Tag aufstehen,  sich um die Kinder kümmern, malochen, Überstunden machen und im Ehrenamt aktiv sind. Diejenigen, die den Laden am Laufen halten, die Steuern zahlen und Beiträge. Und die sich fragen, ob es sich eigentlich lohnt, noch mehr zu arbeiten.“

Wer nun auf dem Parteitag der CDU Deutschland in Hamburg für das Amt des Parteivorsitzenden ausgewählt wird, ist noch unklar und bleibt abzuwarten.


Regionalkonferenz der CDU in Düsseldorf
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