Regierungschef Sachsen-Anhalts optimistisch vor Koalitionsverhandlungen

Haseloff plant erste "Kenia"-Koalition in einem Bundesland

Vor dem Auftakt der Verhandlungen über die Bildung der ersten schwarz-rot-grünen Landesregierung in Deutschland hat sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) optimistisch gezeigt.

Magdeburg - "Es gibt keine unüberbrückbaren Hindernisse, sondern eine gute gemeinsame Basis für einen Koalitionsvertrag und eine auf Dauer verlässliche Regierung", sagte Haseloff der "Mitteldeutschen Zeitung" (Montagsausgabe) vor den Gesprächen über eine sogenannte Kenia-Koalition, benannt nach den Farben der kenianischen Flagge.

Alle seien sich ihrer Verantwortung bewusst, sagte Haseloff dem Blatt weiter. "Wir wissen auch um die historische Dimension unserer Aufgabe." Künftig könne es "öfter Bündnisse von drei Parteien aus der demokratischen Mitte geben", zeigte er sich überzeugt.

Bei den Landtagswahlen im März war die rechtspopulistische AfD zweitstärkste Kraft geworden. Weil gleichzeitig vor allem die SPD starke Stimmenverluste hinnehmen musste, fehlte der bisherigen großen Koalition aus CDU und SPD die Mehrheit, die sie nun durch eine Beteiligung der Grünen erreichen will. Am Wochenende hatte nach CDU und Grünen auch die SPD für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gestimmt.

(xity, AFP)