16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Regierung will weltweites Verbot von Kindernacktfotos

Regierung will weltweites Verbot von Kindernacktfotos

Union dringt auf umfassende Verschärfung der Regeln

Die Regierung setzt sich vor dem Hintergrund der Edathy-Affäre für ein internationales Verbot sogenannter Posing-Fotos nackter Kinder ein.

Berlin - Dies berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf die Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Demnach werden derzeit gemeinsam mit Unternehmen Maßnahmen erarbeitet, um den grenzüberschreitenden Handel einzudämmen. Der Handel mit solchen Bildern verletzt nach Auffassung der Bundesregierung das Persönlichkeitsrecht der Kinder.

Laut der Antwort überprüft die Regierung zudem, wie der Handel mit Nacktfotos von Kindern und Jugendlichen in Deutschland strafrechtlich sanktioniert werden könne. Die Überprüfung der Regelungen zum Kinder- und Jugendschutz soll demnach bis zur Sommerpause abgeschlossen sein. Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Katja Dörner kritisierte gegenüber der "Rheinischen Post" jedoch, die Stellungnahme dokumentiere "eine irritierende Hilflosigkeit der Bundesregierung was konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes angeht".

Laut der "Stuttgarter Zeitung" setzt sich die Unionsfraktion nicht nur für das Verbot von Posing-Bildern, sondern auch für eine rasche und umfassende Verschärfung des Sexualstrafrechts ein. In einem Positionspapier fordert die Union demnach ein Opferschutzpaket, das sich nicht nur auf striktere Vorschriften für Kinderpornografie beschränkt. Laut der Zeitung sieht es auch vor, Minderjährige besser vor sexuellen Übergriffen durch Verwandte zu schützen, die Verjährungsfristen zu verlängern und Präventionsmaßnahmen zu verbessern.

(xity, AFP)


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