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Regierung stellt Weichen für Zentralafrika-Mission

Bundeswehr soll mit Soldaten und Flugzeugen helfen

Die Bundesregierung hat die Weichen für den Zentralafrika-Einsatz der Bundeswehr gestellt.

Berlin - Sie sollen im Rahmen der europäischen Überbrückungsmission EUFOR RCA den Einsatz von Soldaten der Afrikanischen Union (AU) in dem Bürgerkriegsland unterstützen. Regierungssprecher Steffen Seibert begründete den Einsatz in Berlin mit der dramatischen humanitären Lage in der Zentralafrikanischen Republik.

Der deutsche Beitrag besteht in erster Linie aus der Bereitstellung von Kapazitäten für den Lufttransport. Die Bundeswehr soll dabei wenn nötig den Transport von Verwundeten übernehmen. Dazu kommen einige Soldaten im strategischen Hauptquartier der europäischen Mission im griechischen Larissa sowie im operativen Hauptquartier in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui. Der Einsatz ist durch ein Mandat des UN-Sicherheitsrats legitimiert. Der deutschen Beteiligung, die zunächst bis Februar 2015 befristet ist, muss der Bundestag noch zustimmen.

Darüber hinaus finanziert Deutschland weitere Transportflüge nach Bangui. Diese werden im Auftrag der Bundesregierung von dem zivilen Anbieter Ruslan Salis GmbH mit Sitz in Leipzig übernommen. Bei der Salis GmbH handelt es sich um ein Konsortium der russischen Volga-Dnepr Group und des ukrainischen Antonow Design Bureaus, das Maschinen des Typs Antonow AN 124-100 zur Verfügung stellen soll. Deutsche Soldaten sind an diesen Transportleistungen nicht beteiligt.

Bisher sind rund 6000 Soldaten der Afrikanischen Union sowie 2000 französische Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. Später soll eine UN-Blauhelm-Mission die Stabilisierung des von Gewalt und Unruhen erschütterten Landes übernehmen. Die internationalen Streitkräfte konnten die Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen bisher nicht stoppen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte am Samstag vor einem Völkermord.

(xity, AFP)


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