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Regierung sieht Einigung 30 Jahre nach Mauerfall auf gutem Wege

Bundesregierung beschließt Jahresbericht zum Stand der Einheit

30 Jahre nach dem Fall der Mauer sieht die Bundesregierung die deutsche Einigung auf gutem Wege.

Berlin - "Die Wirtschaftskraft Ostdeutschlands ist von 43 Prozent im Jahr 1990 auf 75 Prozent des westdeutschen Niveaus im Jahr 2018 gestiegen", sagte der Ost-Beauftragte Christian Hirte bei der Vorstellung des Jahresberichts zum Stand der Einheit am Freitag in Berlin. Diesen hatte das Bundeskabinett zuvor beschlossen.

"Zahlreiche Indikatoren zeigen, dass wir bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West seit 1990 weit vorangekommen sind", fügte Hirte hinzu. Die Beschäftigung in Ostdeutschland sei auf einem Höchststand, was auch den Mittelständlern in der Region zu verdanken sei, die ein überdurchschnittliches Wachstum aufweisen. "Die Geisel der 90er Jahre - die Arbeitslosigkeit - ist heute kein Thema mehr", fügte Hirte hinzu.

Der Bericht zeigt, dass gerade im Jahr 2018 Zuwächse bei der Lohnangleichung erreicht wurden, und zwar von 81 auf 84 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zudem 2018 im Osten mit 1,6 Prozent stärker als im Westen mit 1,4 Prozent.

Hirte räumte aber auch Nachteile ein: "Uns fehlen die ganz großen internationalen Player", die besonders hochqualifizierte Jobs anbieten. Dies sei nach wie vor ein Unterschied zum Westen. Der Ostbeauftragte zog auch eine positive Bilanz der Rentenangleichung. Diese sei mit großem Aufwand vorangebracht worden, sagte Hirte.

Die Benachteiligung vieler Rentner sei darauf zurückzuführen, dass die Ostdeutschen weniger über zusätzliche Altersvorsorge wie Betriebsrenten verfügten. Die Renten im Osten liegen derzeit bei 96,5 des West-Werts. Bis zum Jahr 2024 sollen sie schrittweise auf 100 Prozent steigen.

(xity, AFP)


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