16.02.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Regenbogenfahne weht erstmals vor Bundesministerium

Regenbogenfahne weht erstmals vor Bundesministerium

Schwesig hisste Schwulenbewegung-Symbol vor Amtssitz

Aus Anlass der Umzüge zum Christopher Street Day in Berlin weht die Regenbogenfahne seit Donnerstag erstmals vor einem Bundesministerium.

Berlin - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hisste die als Symbol der Homosexuellen-Bewegung berühmte Flagge vor ihrem Amtssitz, wie das Ministerium mitteilte.

In der Hauptstadt finden am 21. Juni die Umzüge statt, mit denen gegen die Diskriminierung Homosexueller demonstriert und für Toleranz geworben wird. Am Hissen der Flagge vor dem Familienministerium nahmen auch mehrere sogenannte Regenbogenfamilien - also homosexuelle Paare mit ihren Kindern - teil.

Das Hissen der Flagge stehe für das gemeinsame Ziel eines toleranten und weltoffenen Europas ohne Diskriminierung, betonte Schwesig. "Eine tolerante und weltoffene Gesellschaft entsteht nicht per Gesetz. Sie entsteht durch das Miteinander von Menschen." Auch Kinder müssten vorurteilsfrei aufwachsen. Gerade Kinder aus Regenbogenfamilien erlebten oft Vorurteile und Ausgrenzung.

Die Regenbogenflagge ist weltweit das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, sie steht für Vielfalt und Respekt ebenso wie für das Engagement gegen Homophobie und Transphobie. Schon seit den 1990er Jahren wird die Flagge in Berlin und vielen weiteren Städten an Rathäusern gehisst. Es sei "ein wichtiges Zeichen der Solidarität, dass dies nun erstmals vor einem Bundesministerium geschieht", erklärte der Lesben- und Schwulenverband (LSVD). Damit werde eine neue Tradition begründet.

(xity, AFP)


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