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Red Bull München macht der DEG das Leben schwer

Die Gäste entführen die Punkte aus dem ISS Dome

Nur einen Tag nach dem großen Outdoor-Spektakel in Köln musste die DEG wieder ran. Gegen den EHC Red Bull München fingen sich die Düsseldorfer jedoch eine 2:5-Niederlage ein.

Düsseldorf - Wer eine müde DEG mit schweren Winter-Game-Beinen erwartet hatte, wurde geschwind eines Besseren belehrt. Der Derbysieger war von Anfang an bestens im Spiel und im ersten Abschnitt insgesamt sogar die aktivere, bissigere Mannschaft. Olympiaheld Danny aus den Birken im Tor der Münchner musste nach einem Schuss von Patrick Köppchen erstmals eingreifen, Leon Niederberger versuchte sich noch an der Abprallerverwertung (3.). Zweimal durfte der amtierende Meister in Überzahl ran, doch die DEG verteidigte stark und ließ kaum Chancen zu.

Im Gegenzug zeigte sie bestes Offensivhockey und schnürte den Gegner teilweise so ein, als ob es Powerplay wäre. Sowohl die Top-Reihe um Barta, Gogulla und Descheneau als auch die skandinavische Fraktion mit Olimb und Ridderwall erarbeitete sich so Chance um Chance. Insgesamt also auch ohne Torerfolg ein erfreuliches Drittel, wenn da nicht leider ein Wermutstropfen wäre. Nach einem Zweikampf blieb Verteidiger Bernhard Ebner verletzt auf dem Eis liegen. Noch während des Spiels ging es für ihn Richtung Krankenhaus, um die Oberschenkelverletzung behandeln zu lassen. Wir wünschen gute Besserung und hoffen, dass „Ignaz“ bald wieder fit ist.

Der Mittelabschnitt begann denkbar schlecht für die DEG. Sie spielte zwar zu Beginn in Überzahl, kassierte dann aber ein ganz bitteres Gegentor. Mathias Niederberger wollte den Puck hinter dem Tor kontrollieren und wurde von einem komischen Bandenpraller überrascht, so dass er keine Kontrolle mehr hatte. Frank Mauer hatte nachgesetzt und war zur Stelle (21.). Der Ausgleich hätte postwendend fallen können, aber Danny aus den Birken blieb Sieger gegen Leon Niederberger (22.) und Alex Barta traf nur die Latte (23.). Nun hatte man das Gefühl, dass Kräfte und Konzentration doch ein bisschen schwanden. München schien das förmlich riechen zu können und legte zu. Ein wunderschöner Spielzug führte zum zweiten Treffer. Yannic Seidenberg wurde passgenau in der Mitte bedient und schob ein (26.).

Die DEG verlor das Spiel nun aus der Hand und München bestrafte das eiskalt. Sie legten sich die rot-gelbe Verteidigung zurecht und trafen durch Tobi Eder, der von seinem Namensvetter Andreas Eder gefunden worden war (31.). Die DEG tat das einzig richtige und versuchte, durch Kampf ins Spiel zurückzufinden. Picard, Marshall und McKiernan stellten unter Beweis, dass die DEG einige gute Hitter in ihren Reihen hat. Nach einem Pass von Philip Gogulla gelang es Jaedon Descheneau im zweiten Nachfassen, endlich das Tor zu machen (34.). Sofort waren Körpersprache und Konzentration wieder so, wie sie sein sollten. Nun hagelte es gute Gelegenheiten, unter anderem im Rahmen einer doppelten Überzahl, aber ein Torerfolg gelang leider nicht. Dennoch wurden die Jungs völlig zurecht mit großem Applaus in die Kabine verabschiedet.

Die Mannschaft legte nochmal viel rein, um die Partie im letzten Drittel umzubiegen. Es ging auch gut los. John Henrion fuhr in Überzahl aufs Tor zu und schoss einfach mal. Der US-Boy fing sofort an zu jubeln, Mitspieler und Fans trauten ihren Augen aber nicht so recht. Er hatte aufs kurze Eck gehalten und dort anscheinend eine Lücke gefunden, die eigentlich gar nicht da war (44.). Nun war der Derbysieger am Drücker, den Ausgleich zu erzielen, wurde aber durch eine Strafzeit gegen Leon Niederberger in ihren Bemühungen gebremst. München zog ein gefährliches Powerplay auf, die DEG konnte sich nicht konsequent genug befreien und so kam es, wie es kommen musste: Die Gäste erhöhten durch Mark Voakes wieder auf eine doppelte Führung. Die Köpfe hingen bei der DEG aber dennoch nicht. Es wurde alles versucht, aber es sollte nicht mehr sein und das ganz große Comeback blieb verwehrt. Nichtsdestotrotz wurde die Mannschaft von den Rängen aus gefeiert, bejubelt und beklatscht. Da interessierte das 2:5 ins leere Tor auch nicht mehr wirklich. Torschütze war Michael Wolf.



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