Razzia wegen Bandendiebstahls am Flughafen Köln-Bonn

Mitarbeiter sollen unzustellbare Pakete für sich behalten haben

Wegen des Verdachts des Bandendiebstahls hat die Polizei unter anderem am Flughafen Köln-Bonn die Räume mehrerer Unternehmen durchsucht.

Köln - Wie die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei gemeinsam bekanntgaben, fanden die Durchsuchungen am Mittwoch in einem am Flughafen ansässigen Logistikunternehmen und einer Speditionsfirma sowie auf dem Gelände eines städtischen Abfallentsorgers statt. Deren beschuldigte Mitarbeiter sollen in großem Umfang unzustellbare Technik- und Luxusartikel gestohlen haben, statt sie wie vom Zoll vorgeschrieben zu entsorgen.

Die zum Teil verdeckt geführten Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen 14 Beschuldigte im Alter von 40 bis 63 Jahren. Sie sollen Pakete mit hochwertigem Inhalt, die wegen verloren gegangener Etiketten oder beschädigter Verpackungen nicht mehr zustellbar waren, "beiseite geschafft" haben. Auf diese Weise sollte die Suche nach den verloren gegangenen Paketen ins Leere laufen.

Nach Ablauf der vorgeschriebenen Lagerfrist sollen die Mitarbeiter die Pakete zum Betriebshof gebracht haben, wo sie sie dann unter sich aufgeteilt hätten. Bei den Durchsuchungen waren den Angaben zufolge 120 Polizisten im Einsatz. Festnahmen gab es nicht.

(xity, AFP)