Razzia gegen mutmaßliche Schleuser in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

Beschuldigte sollen Opfer eingeschleust und in Restaurants ausgebeutet haben

In Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen ist die Polizei mit einer Razzia gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen. Ermittelt werde gegen sieben griechische Staatsbürger im Alter von 19 bis 59 Jahren, teilte die Staatsanwaltschaft Stralsund mit.

In Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen ist die Polizei mit einer Razzia gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen. Ermittelt werde gegen sieben griechische Staatsbürger im Alter von 19 bis 59 Jahren, teilte die Staatsanwaltschaft Stralsund am Mittwoch mit. Ihnen werde unter anderem Menschenhandel, Ausbeutung und Urkundenfälschung vorgeworfen. Der Hauptbeschuldigte wurde demnach festgenommen.

Konkret sollen die Beschuldigten seit 2019 an unterschiedlichen Orten in den Landkreisen Vorpommern Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte sowie in Niedersachsen Restaurants eröffnet haben, in die sie Menschen aus Drittstaaten eingeschleust und dann "unter ausbeuterischen Verhältnissen" beschäftigt hätten. Dazu hätten sie die Arbeitskräfte mit gefälschten Dokumenten beziehungsweise polnischen Visa ausgestattet.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stralsund wurden am Dienstag insgesamt elf Objekte in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen durchsucht. Dabei hätten die Ermittler 21 Menschen angetroffen, bei denen der Verdacht bestehe, dass sie illegal beschäftigt wurden. Geprüft werden müsse noch, ob sie auch Opfer von Menschenhandel wurden.

Gegen die Beschuldigten wurde den Angaben zufolge ein Vermögensarrest von 840.000 Euro erlassen. Das entspreche dem ermittelten Betrag, den die Tatverdächtigen durch ihr kriminelles Geschäftsmodell erwirtschaftet haben sollen. Bei der Razzia waren rund 300 Polizisten im Einsatz.

© 2021 AFP