Razzia gegen mutmaßliche Reichsbürger in Sachsen

Beschuldigte sollen verbotene Organisation fortgeführt haben

Im Zusammenhang mit einer verbotenen Gruppierung sogenannter Reichsbürger ist das sächsische Landeskriminalamt mit einer Razzia gegen fünf deutsche Staatsangehörige vorgegangen.

Die drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 44 und 87 Jahren werden verdächtigt, die Organisation "Geeinte Deutsche Völker und Stämme" auch nach deren Verbot vor zwei Jahren fortgeführt zu haben, wie das LKA mitteilte. Durchsucht wurden vier Wohnungen und ein Gewerbeobjekt in Falkenstein, Hoyerswerda, Dresden und Borthen.

Zeitgleich habe es auch in Niedersachsen Polizeieinsätze "bei Protagonisten der Organisation" gegeben, hieß es. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Dresden und eine Spezialeinheit zur Bekämpfung rechtsextremistischer Straftaten beim LKA. Das Bundesinnenministerium hatte die Vereinigung "Geeinte Deutsche Völker und Stämme" am 19. März 2020 rechtskräftig verboten, weil diese gegen die verfassungsmäßige Ordnung verstoße.

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