Razzia gegen mutmaßliche Linksextremisten in Bayern

Verdächtige sollen in Publikationen zu Straftaten aufgerufen haben

Mit einer Razzia sind Ermittler in Bayern gegen mutmaßliche Linksextremisten vorgegangen.

Drei Verdächtigen wird die Gründung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag mitteilte. Sie sollen über Jahre hinweg eine linksextremistische Publikation herausgegeben und darin zu schweren Straftaten aufgerufen haben.

Teil der Veröffentlichung seien auch regelmäßige und verherrlichende Berichte über solche Straftaten gewesen. Dazu gehörten etwa das Inbrandsetzen von Funkmasten, Polizeifahrzeugen oder Datenkabeln. Darüber hinaus sollen sie eine Brandstiftung an einem Kabelschacht verherrlicht haben, die im vergangenen Mai zu Stromausfällen und Schäden in Millionenhöhe im Münchner Osten führte.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um eine 27-jährige Frau sowie zwei 27- und 28-jährige Männer. Insgesamt sieben Wohnungen und Keller in und um München wurden am Dienstag durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem mehrere Druckmaschinen, Druckzubehör und Druckergeräte. Diese wurden mit zwei Lastwagen und mehreren Autos abtransportiert. Die Auswertung zahlreicher Handys und Computer dauerte noch an.

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