24.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Rauchmelder retten Leben

Rauchmelder retten Leben

Lebensretter rechtzeitig installieren

Monatlich sind in Düsseldorf im Schnitt rund 35 Menschen von Bränden betroffen. Eine häufige Verletzung in der Folge ist eine Rauchvergiftung, die innerhalb von Sekunden zur Bewusstlosigkeit und schließlich sogar zum Tod führen kann.

Düsseldorf - Obwohl die Pflicht zur Installation von Rauchmeldern in Altbauten erst ab Anfang 2017 endgültig besteht, appelliert die Düsseldorfer Feuerwehr, die Lebensretter auch dort schon jetzt zu installieren. "Rauchmelder retten Leben. Die Feuerwehr ruft dazu auf, Brandmelder auch in älteren Häusern besser zu früh als zu spät zu anzubringen", erklärt Feuerwehrchef Peter Albers.
Vor allem nachts können beispielweise Defekte an technischen Geräten zu Wohnungsbränden führen, die viel zu spät bemerkt werden. Während sich Brandrauch mit hoher Geschwindigkeit in Räumen, Wohnungen und Treppenhäusern ausbreitet, schlafen die Bewohner oft noch und werden vom Feuer überrascht. Da im Schlaf der Geruchssinn abgeschaltet ist, bemerken die Menschen den Brandrauch nicht. In solchen Fällen kommen die Rauchmelder zum Einsatz: Sie erkennen den Brandrauch rechtzeitig und warnen Menschen auch im Schlaf vor den bevorstehenden Gefahren.
Um die Zahl der Toten und Verletzten zu reduzieren, besteht auch in Nordrhein-Westfalen für Neubauten seit dem 1. April die Pflicht, Rauchmelder in Privathaushalten zu installieren. Bis zum 31. Dezember 2016 müssen dann in allen Haushalten, also auch in Altbauten, in Schlaf- und Kinderzimmern, sowie in allen Fluren Brandmelder montiert sein.
In Deutschland sterben bei mehr als 200.000 Brandeinsätzen jährlich weit mehr als 600 Menschen. Der größte Teil stirbt durch das Einatmen von Brandrauch. Mehr als 5.000 Betroffene verletzen sich bei Bränden. Die dabei entstehenden Sachschäden werden auf mehr als 6 Milliarden Euro geschätzt. In allen Bundesländern außer Brandenburg ist daher die Installation der Lebensretter bereits gesetzlich vorgeschrieben.
"Auch für hörgeschädigte Menschen wurden spezielle Rauchmelder entwickelt", erläutert Dieter Seiter aus der Abteilung Vorbeugender Gefahrenschutz der Feuerwehr. Dabei wird der Alarmton per Funk an eine Blitzleuchte und ein Vibrationsei weitergeleitet. Das Ei, welches im Kopfkissen untergebracht ist, weckt den Schlafenden sehr zuverlässig.

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