Ramelow fordert mehr Erleichterungen für Getestete

Ministerpräsident dringt auf Gleichstellung mit Geimpften

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dringt darauf, neben Geimpften auch Menschen, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden, mehr Erleichterungen zu gewähren.

Erfurt - Vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete müssten gleichgestellt werden, verlangte Ramelow am Donnerstag im RBB-Inforadio. Hier müsse es bundesweit einheitliche Verbesserungen geben.

Der Bundestag entscheidet am Mittag über Erleichterungen für Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind oder von der Erkrankung genesen sind. Die zur Abstimmung vorliegende Verordnung der Bundesregierung sieht vor, dass für diese Menschen die geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wegfallen. Zudem werden sie etwa beim Einkauf oder beim Friseurbesuch von Testpflichten befreit.

Ramelow forderte nun, darüber hinaus auch negativ Getesteten zumindest tagesaktuell den gleichen Rechtsstatus wie Geimpften einzuräumen. Dafür müssten allerdings die betreffenden Daten zentral und fälschungssicher gespeichert werden, um der Polizei Kontrollen zu erleichtern.

Ramelow unterstützte Pläne, solche Daten in der Corona-Warn-App zu speichern. Dies solle auch für Testergebnisse gelten. Geplant ist dies bereits für den Nachweis über erfolgte Impfungen.

(xity, AFP)