23.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Prozess um Mord an mutmaßlichem Vergewaltiger

Prozess um Mord an mutmaßlichem Vergewaltiger

Fall vor dem Landgericht Freiburg

Im sogenannten "Lynchmord"-Prozess soll ein damals 17-Jähriger gemeinsam mit seinem Vater und zwei Freunden den mutmaßlichen Vergewaltiger seiner Schwester in einen Hinterhalt gelockt und mit 23 Messerstichen getötet haben.

Freiburg - Vor dem Landgericht Freiburg hat der Prozess um den Mord an einem mutmaßlichen Vergewaltiger begonnen. Der 18-jährige Bruder und der 48 Jahre alte Vater des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers sowie ein 21-jähriger Bekannter müssen sich nach Gerichtsangaben wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen Mordes verantworten. Ein 19-Jähriger ist demnach wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.

Der 27-jährige mutmaßliche Vergewaltiger soll von den Männern im Juni vergangenen Jahres unter einem Vorwand auf einen Pendlerparkplatz in Neuenburg an der französischen Grenze gelockt worden sein. Der 18-jährige Bruder des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers soll den Mann schließlich erstochen haben; dieser starb noch am Tatort.

Der mutmaßliche Fall von Selbstjustiz hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach dem 27-jährigen mutmaßlichen Vergewaltiger wurde damals bereits gefahndet. Der Prozess vor dem Landgericht Freiburg ist zunächst bis Mitte Juli terminiert.

(xity, AFP)


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