Prozess gegen Mutter von missbrauchtem Jungen in Fall Münster beginnt

Im Missbrauchskomplex Münster muss sich die Mutter des als Hauptopfer geltenden Jungen vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt der 31-Jährigen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern Last.

Im Missbrauchskomplex Münster muss sich ab Donnerstag (09.00 Uhr) die Mutter des als Hauptopfer geltenden Jungen vor dem Landgericht der nordrhein-westfälischen Stadt verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt der 31-Jährigen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen zur Last. Sie soll gewusst haben, dass ihr mittlerweile zu einer hohen Haftstrafe verurteilter Lebensgefährte ihren Sohn bei "unzähligen Gelegenheiten" schwer sexuell missbrauchte.

Der Missbrauch soll überwiegend in der gemeinsamen Wohnung stattgefunden haben, wenn die Angeklagte nicht zu Hause war. In mehreren Fällen war sie laut Anklagevorwurf anwesend, griff aber nicht ein. Nicht nachzuweisen sei ihr, ob sie auch vom Missbrauch ihres Sohns durch andere Männer gewusst habe. Für das Verfahren sind zunächst zehn Verhandlungstage angesetzt.

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