Prozess gegen früheren Bundeswehrsoldaten Franco A. wegen Anschlagsplanung begonnen

Rechtsextremer Franco A. soll sich als syrischer Flüchtling ausgegeben haben

Weil er sich als syrischer Flüchtling ausgegeben und einen Anschlag geplant haben soll, muss sich ein ehemalige Bundeswehrsoldat vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verantworten.

Frankfurt am Main - Der Prozess begann am Vormittag leicht verspätet. Die Anklage wirft Franco A. unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat "aus einer völkisch-nationalistischen Gesinnung" heraus vor.

Zudem soll sich der Rechtsextremist als syrischer Flüchtling ausgegeben haben, um den Tatverdacht bei späteren Ermittlungen auf Asylbewerber in Deutschland zu lenken. Mögliche Opfer seines mutmaßlich geplanten Anschlags sollen der damalige Bundesjustizminister und heutige Außenminister Heiko Maas (SPD), die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) oder eine Menschenrechtsaktivistin gewesen sein.

Zudem soll er Munition und Sprengkörper aus den Beständen der Bundeswehr an sich genommen und weitere unerlaubte Gewehre besessen haben. Bis Mitte August sind zwölf Verhandlungstage angesetzt.

(xiyt, AFP)